Sich selbst am Obstbaum bedienen
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserschaft der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute geht es um Selbstbedienung am Wegesrand.
Dieses um Obstbäume und -sträucher gebundene "Gelbe Band" signalisiert auf sympathische Weise: Hier darf sich jeder und jede kostenlos und ohne zu fragen für den Eigenbedarf an den reifen Früchten bedienen. Was für eine schöne Ernteaktion. Sie verbindet Menschen, die zu viel Obst haben, mit denen, die keinen Obstbaum oder -strauch besitzen, aber gerne frische Vitaminkicks vom Baum pflücken und naschen. Organisiert und koordiniert wird die Aktion "Gelbes Band" vom Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (Zehn). Es hat die erklärte Absicht, damit Lebensmittelverschwendung zu verringern, aber auch die Wertschätzung zu steigern und Regionalität und Saisonalität zu fördern. Im vorigen Jahr gab es in Niedersachsen 5500 "Gelbe Bänder" an mehr als 415 Standorten. Kann dies in dieser Saison noch getoppt werden? Auf einer digitalen Karte sind die entsprechenden Adressen, Baumarten und Erntezeitraum verzeichnet. Zu finden ist sie unter zehn-niedersachsen.de. Und diverse Selbstbedienungs-Bäume von Apfel über Birne bis Quitte stehen auch im Landkreis Cuxhaven. Nur das Cuxhavener Stadtgebiet selbst ist bislang ein weißer Fleck ohne "Gelbe Bänder". Noch. Denn das schöne Projekt ist auf Wachstum ausgerichtet. "Zehn" sucht weiterhin Obstbaumbesitzer und weist zudem darauf hin, dass sich die Standortkarte nach und nach füllt, da das Pflücken für den Eigenbedarf erst beginnt, wenn die Früchte reif sind.
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