Zurück zu analogen Werten
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserschaft der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute geht es um Taschen mit garantiert analogem Inhalt.
Eine Tasche, gefüllt mit ein paar Büchern, Strickzeug oder einem Wasserfarbkasten? Was früher als ganz alltägliches Gepäckstück gegolten hätte, ist inzwischen der letzte Schrei. Als "Analog Bags" werden Behältnisse gefeiert, deren Inhalt sich aus Gegenständen zusammensetzt, die mit absoluter Sicherheit weder ein Display besitzen noch über die Möglichkeit verfügen, sie in irgendeiner Weise mit dem Internet zu verbinden. Genau darum geht es: Ein Analog Bag-Träger (oder eine Trägerin) will auf keinen Fall in Versuchung geraten, online zu gehen. Dass man den Tag oder wenigstens ein paar Stunden ohne Smartphone oder Tablet verbringt, ist der Sinn und Zweck hinter diesem um sich greifenden Trend der Digital-Detoxing-Bewegung.
Ein simples Rezept - das eigentlich sehr nachahmenswert ist. Denn wann gelingt es uns uns heute noch, über einen längeren Zeitraum hinweg beschäftigt zu sein und dabei eben nicht nebenbei aufs Handy zu schielen? Trotz allem hat die Geschichte mit den "Analog bags" einen entscheidenden Schönheitsfehler. Entstanden ist sie nämlich im Netz, genauer gesagt auf Social-Media-Kanälen wie TikTok und Co. Nach dem Motto "Wer postet den schönsten Analog Bag?" ist dort unter Nutzern ein regelrechter Wettbewerb ausgebrochen: Was die tatsächliche digitale Abstinenz natürlich schon wieder in Frage stellt.
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