Vom Feld in die Halle: Die Banden sind zurück
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserschaft der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute: Vom Kunstrasenplatz in die Halle.
Nach den Herbstferien ist Schluss mit Kunstrasen und es geht wieder in die Halle. Für die Kinder bedeutet das: Abschied vom großen Feld, von langen Pässen und viel Platz. Hallenhockey ist nicht einfach die Winterversion des Feldhockeys. Es sind zwei unterschiedliche Sportarten.
Die meisten Kinder würden vermutlich trotzdem sofort das Feld wählen. Dort gibt es viel Platz, man kann loslaufen, einen langen Pass schlagen oder über das ganze Feld schlenzen. In der Halle ist alles enger, schneller und technischer.
Im Feldhockey gibt es nur die Auslinie. In der Halle ist dort die Bande - und sie ist Mitspieler und Gegner zugleich. Außerdem wird Hallenhockey, bis auf den Schlenzer aufs Tor, flach gespielt. Kein Hochnehmen, kein großes Ausholen. Die Kugel klebt praktisch am Boden und bewegt sich trotzdem mit hoher Geschwindigkeit. Als Trainer mag ich genau das.
In der Halle muss man schneller denken. Ein Pass, ein Abpraller an der Bande, ein Schritt nach vorn - und schon ist die Situation wieder eine völlig andere. Fehler werden selten verziehen. Dafür kann aus einer scheinbar harmlosen Aktion plötzlich eine Torchance entstehen.
Ich freue mich deshalb auf das erste Training nach den Herbstferien. Die Kinder vielleicht nicht ganz so sehr. Aber spätestens, wenn das erste Tor im Training fällt, sind wir wieder alle Feuer und Flamme.
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