Tag der Bundeswehr: 15 000 Besucher in Nordholz
NORDHOLZ. Auf dem Marinefliegerstützpunkt in Nordholz zeigten Soldaten und Soldatinnen, was die Bundeswehr alles kann - und begeisterten die Besucher.
Sofort flossen Glückstränen über die Wangen von Obermaat Anne Ufen. Und auch die umherstehenden Besucher waren sichtlich gerührt von so viel Romantik. Sicher am Boden angekommen, kniete Apel dann noch einmal nieder - und konnte sich dann endlich sein, nach dieser Aktion mehr als verdientes, "Ja" abholen.
Nicht nur der Heiratsantrag ließ die Herzen der Besucher höher schlagen. Vor allem die spektakulären Flugshows sorgten für tolle Momente. Kräftige Regenschauer und dichte Wolken brachten das Programm zwar ein wenig durcheinander, eine eindrucksvolle Show gab es trotzdem am Himmel zu sehen.
Unter anderem die Fallschirmjäger, der Öl-Jäger "Do 228 LM", das Seefernaufklärer- und U-Jagd-Flugzeug "P-3C Orion", der Jet-Trainer "Fouga Magister" sowie zwei Tornado-Jets zeigten, was sie können. Letztere kamen direkt aus Schleswig, wohin sie nach gelungenem Auftritt wieder zurückflogen. Die Besucher waren begeistert.
Per Live-Schalte vom Fliegerhorst in Faßberg dankte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen via Leinwand außerdem allen Soldaten für ihr Engagement im In- und Ausland, würdigte die Luftbrücke, die sich aktuell zum 70. Mal jährt und schickte so indirekt Grüße nach Nordholz.
Auf einer Fläche von 6,5 Hektar konnten die Besucher hier nicht nur sämtliche Luftfahrzeuge der beiden Marinefliegergeschwader hautnah erleben, sondern sich auch über alle weiteren Teilstreitkräfte der Bundeswehr informieren, zivile Blaulichtorganisationen kennenlernen oder zum Beispiel bei einer Dekontaminationsübung der ABC-Abwehrtruppe dabei sein.
Vor allem das Deutsche Heer lockte mit seinen Panzern, Schwerlasttransportern und Waffen viele Interessierte an. Und auch beim Airbus "A400M" standen die Besucher, groß und klein, Schlange, um einen Blick ins riesige Innere des Transportflugzeugs zu erhaschen.
Ein Highlight war zudem die offizielle Übergabe des Ausbildungs-Hubschraubers "Maintenance Trainings Rig NH 90" mit integriertem Cockpit-Trainer an die Bundeswehr Nordholz. Er ist der Vorbote vom "NH 90" in Form des "Sea Lions", der voraussichtlich ab Oktober kommen soll - und macht schon jetzt die Schulung von Technikern vor Ort möglich.
Obwohl statt der erwarteten 50 000 Gäste "nur" 15 000 gekommen waren, zeigte er sich zufrieden. "Wir haben hier heute im Karrieretruck etwa 200 bis 250 qualifizierte Gespräche geführt. Das ist gut."
Vor allem im technischen Bereich herrsche großer Nachwuchsmangel. "Wir fischen in einem Pool, in dem keine Fische sind", beschreibt Görlitz die Lage. Dabei sei es theoretisch möglich, für jeden Bewerber einen maßgeschneiderten Beruf bei der Bundeswehr zu finden - in fast allen Bereichen.
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