Der Fernmeldeturm am Querkamp kommt auf eine Höhe von 230 Metern. Er ist damit doppelt so hoch wie die Notre-Dame in Paris. Foto: CN/NEZ-Archiv
Der Fernmeldeturm am Querkamp kommt auf eine Höhe von 230 Metern. Er ist damit doppelt so hoch wie die Notre-Dame in Paris. Foto: CN/NEZ-Archiv
Technik

30 Jahre alt: Dieses Gebäude in Cuxhaven ist doppelt so hoch wie Notre-Dame in Paris

von Christian Mangels | 10.04.2022

CUXHAVEN. Der 230 Meter hohe Friedrich-Clemens-Gerke-Turm am Querkamp in Cuxhaven nahm vor 30 Jahren - am 9. April 1992 - seine Arbeit auf.

Auch mit 30 hat er immer noch eine enorme Ausstrahlung: Der Cuxhavener Friedrich-Clemens-Gerke-Turm, benannt nach einem Pionier der Telegrafie, wurde heute vor drei Jahrzehnten - am 9. April 1992 - in Betrieb genommen.

Der Fernmeldeturm am Querkamp steht für eine Generation von großen Fernmeldetürmen für Richtfunkverbindungen und UKW-Ausstrahlung, die mit dem Bau des Kieler Fernmeldeturms in den 1970er-Jahren begonnen hat. Das 230 Meter hohe Bauwerk wurde von den Architekten Gerhard Kreisel und Günter H. Müller aus Kiel entworfen und 1991 fertiggestellt.

157 Ortbeton-Rammpfähle

Ein paar Daten zum Turm: Die Gründung besteht aus 157 Ortbeton-Rammpfählen. Das Fundament hat einen Durchmesser von 27,80 Metern, ist 3,50 Meter stark und beansprucht 5000 Kubikmeter Beton und 200 Tonnen Stahl. Der Schaft des Turmes hat im unteren Bereich einen Durchmesser von 13,10 Metern, im oberen von 3,10. Das Betriebsgeschoss liegt in 100 Metern Höhe und hat ein Grundplattengewicht von 1700 Tonnen bei einem Durchmesser von 40 Metern. Die Plattform hat einen Durchmesser von etwa 25 Metern. Die Schwankung kann bis zu 0,50 Meter betragen.

Grundstein 1990 gelegt

Der Grundstein für den Friedrich-Clemens-Gerke-Turm wurde am 26. April 1990 im Beisein des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, des Bundeskanzlers Helmut Kohl, des Bundesministers für Post und Telekommunikation, Christian Schwarz-Schilling, sowie des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bundespost Telekom, Helmut Ricke, gelegt. Seit April 1992 ist der Turm in Betrieb und gilt - wenn auch nicht öffentlich zugänglich - als eines der Wahrzeichen der Nordseestadt. Er dient der Deutschen Telekom AG für Richtfunk und Ukw-Rundfunk.

Auf der Liste der höchsten Fernmelde- und Fernsehtürme steht der Cuxhavener Friedrich-Clemens-Gerke-Turm weltweit auf Platz 83, deutschlandweit auf Platz zwölf. Wie der Bremer Fernsehturm und der Fernmeldeturm in Münster ist der Cuxhavener Turm ein Nachbau des Fernmeldeturms in Kiel.

Höher als die Europäische Zentralbank

Er ist höher als der Neubau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt (201 Meter) und doppelt so hoch wie die Kathedrale Notre-Dame in Paris (115 Meter).

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