Umleitung auf B73 im Kreis Cuxhaven: Darauf müssen sich Autofahrer einstellen
CUXHAVEN. Die B73 im Kreis Cuxhaven wird ab Montag wochenlang zur Baustelle. Durch die eingerichtete Umleitung müssen sich Autofahrer und Anwohner auf Änderungen einstellen.
Da kommt etwas auf die Lüdingworther zu: Dass eine zu Wochenbeginn in Kraft tretende Umleitungsregelung den Dorfbewohnern Verkehrslärm, mehr Abgase und die ein oder andere persönliche Einschränkung bescheren wird, steht schon heute außer Frage. Dennoch sei ein mit der Landesverkehrsbehörde getroffener Kompromiss eine "Riesen-Entlastung", hieß es am Dienstag: Ursprünglich sollte der Cuxhavener Ortsteil in beiden Fahrtrichtungen als Umgehungsstrecke herhalten müssen.
Indem sie sich mit der Maßnahmenträgerin (Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr) auf eine Einbahnstraßenregelung verständigen konnte, ist es der Stadt Cuxhaven gelungen, das Ärgste abzuwenden: Aus Richtung Otterndorf kommende Autofahrer dürfen in den kommenden zehn Wochen weiterhin eine Spur der Bundesstraße befahren. Die durch Lüdingworth führende Jacobistraße wird deshalb nur der in Gegenrichtung fließende (das heißt, der aus Richtung Cuxhaven kommende) Durchgangsverkehr heimsuchen.
Raum und Zeit für große Fahrzeuge
Bei Lottmannsbrücke werden gen Osten rollende Fahrzeuge auf die Kreisstraße 5 ("Am Kanal") gelotst. Hinter dem Ortseingang Lüdingworth regelt dann eine Ampel den Abbiegerverkehr auf die Ortsdurchfahrt K9 (Jacobistraße): Hinter dieser Maßnahme steckt der Gedanke, größeren Fahrzeugen Zeit und Raum zum Abbiegen zu verschaffen und die anderenfalls entstehenden Rückstaus nach Möglichkeit zu vermeiden. Auf der K9 schließlich wird kurz unterhalb der Einmündung Kirchspieltrift eine Bedarfsampel installiert werden; Hauptüberlegung dabei ist das Ansinnen, Schülerinnen und Schülern eine möglichst sichere Querungsmöglichkeit anzubieten. Um einen temporär aufgebrachten Zebrastreifen, so Fachbereichsleiter Andreas Westphal zu möglichen Alternativen, hätten sich nach Einschätzung der städtischen Verkehrsbehörde die wenigsten Autofahrer geschert. "Wir hoffen trotzdem, dass die Polizei vor Ort sein wird, ergänzte sein Kollege Andreas Ebelt in Hinblick auf ein im Ort geltenden Tempolimit.
Halteverbot entlang der K9
In puncto Geschwindigkeit müssen sich ab Montag, nebenbei bemerkt, auch Verkehrsteilnehmer disziplinieren, die in Gegenrichtung unterwegs sind. Auf der zur Einbahnstraße verschlankten B73 darf maximal 50 km/h gefahren werden. Bis Anfang August wird der Baustellenbereich, aber auch seine Umfahrung auch platzmäßig ein Nadelöhr bleiben. "Sehr unglücklich", kommentierte der im Ortsrat sitzende Landwirt Bernd Markus Böye: Schließlich reiche die bis Anfang August terminierte Maßnahme bis in die Erntezeit hinein - eine Phase, in der seine Kollegen mit Maschinen und großen Gespannen vom Feld kämen.
Zurück zur Situation innerhalb Lüdingworths: Entlang der Ortsdurchfahrt gilt für die Dauer der Umleitung ein striktes Halteverbot; laut Ortsbürgermeister Thomas Brunken vor allem für Anlieger ein Wermutstropfen: Können die ihr Fahrzeug in Kürze nicht mehr vor der Haustür abstellen. "Beeinträchtigungen wird es in jedem Fall geben", pflichtete Westphal bei einem Vor-Ort Termins bei, in dessen Rahmen es nicht allein um die durch Berufspendler erzeugte Verkehrsdichte ging.
Lkw-Verkehr "tut weh"
"Der Lkw-Verkehr ist es, der wehtut", betonte Ortsbürgermeister Brunken, bezogen auf die Belange der Anwohnerschaft. Wer sich darüber hinaus darum sorge, dass dicht an der Straße stehende Häuser durch die von Lastwagen erzeugten Erschütterungen Schaden nehmen können, tut nach Angaben der Stadtverwaltung gut daran, die Bauherrin (die Landesbehörde in Stade) zu kontaktieren, um im Vorfeld Beweissicherung zu betreiben.
Baumaßnahme
Auf der B73 werden in den nächsten Wochen umfangreiche Straßenbauarbeiten durchgeführt. Erneuert wird die teils verschlissene Deckschicht. Ein Radweg wird ausgebaut und die Bushaltestelle Ott./Süderwisch barrierefrei gestaltet.