Abkühlung in Cuxhaven: Freibad Oxstedt öffnet wieder seine Türen
CUXHAVEN. Die Ehrenamtlichen haben kräftig angepackt: Jetzt kann das Oxstedter Freibad wieder öffnen. Einschränkungen gibt es für Besucher durch die Pandemiebedingungen.
Pünktlich zur Sommerhitze geht es wieder ins Freibad. Am heutigen Sonnabend, 26. Juni, um 10 Uhr ist es im Oxstedter Freibad wieder möglich, zu rutschen, zu schwimmen oder in der Sonne zu baden. Im Hintergrund sorgen jedes Jahr etliche Ehrenamtliche dafür, dass der Badebetrieb reibungslos vonstatten geht und das Bad in einem einwandfreien Zustand ist.
Im Frühjahr 2000 wurde der Förderverein Freibad Oxstedt gegründet. Dieser Verein übernahm ein damals reparaturbedürftiges Bad und ist heute stolz darauf, es in ehrenamtlicher Arbeit fast grundlegend saniert zu haben. Schon vor der Gründung waren der Vorsitzende Jürgen Höpcke und sein Stellvertreter Jürgen Kinski ehrenamtlich im Freibad aktiv. "Ziel ist es, Kindern einen Ort für Spiel und Spaß zu schaffen", sagt Höpcke. "Es ist wichtig, dass Kinder einen Platz haben, wo sie das Schwimmen lernen können", ergänzt Kinski.
Normalerweise rechnet das Bad mit jährlich 10.000 Besuchern, im vorigen Jahr waren es coronabedingt nur 6500. Aber das Hygienekonzept steht und wenn das Wetter mitspielt, sind die beiden Vorsitzenden für dieses Jahr optimistisch. Doch nur durch den Eintrittspreis, der aktuell zwei Euro beträgt, ist das Bad nicht zu finanzieren.
"Das ist unser Rückgrat"
Vereine können von 18 Uhr bis 21 Uhr das Becken in Oxstedt stundenweise nutzen. Schwimmvereine, Meerjungfrauenschwimmen oder Wassergymnastik spülen dem Verein zusätzlich etwas Geld in die Kasse. "Doch das Wichtigste sind unsere ehrenamtlichen Helfer und Sponsoren", betont Jürgen Höpcke. Der coronabedingte Mehraufwand könne ohne diese Hilfe gar nicht bewältigt werden.
Die Sponsoren helfen mit Spenden oder Reparaturarbeiten, "Das ist unser Rückgrat", sagt Jürgen Kinski. Zusätzlich hilft die Stammtischgruppe Freibad Oxstedt bei der Pflege der Anlage und in allen anderen Bereichen. Dazu kommen Senioren, die beim Kassieren helfen. "Dennoch wäre es schön, wenn auch mehr jüngere Leute die Zeit finden würden, das Freibad zu unterstützen. Es ist nichts verpflichtend, jeder hilft, so viel er kann", sagt Höpcke. Damit dem ungebremsten Badespaß nichts im Weg steht, müssen sich die Besucher an einige Regeln halten: Es gibt aktuell zwei Schwimmzeiten. An Wochenenden, in den Ferien und an Feiertagen ist das Bad von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Eine Bäderfachangestellte und vier Mitarbeiter der Badeaufsicht sorgen für einen reibungslosen Badbetrieb und desinfizieren in der freien Stunde dazwischen die Anlage. 123 Personen dürfen gleichzeitig ins Wasser und 150 auf das Gelände.
Mitarbeiter achtet auf Abstände
Die Rutsche und das Sprungbrett können ebenfalls benutzt werden, hier sorgt ein Mitarbeiter dafür, das Abstände jederzeit eingehalten werden.
Auch für den Snack zwischendurch ist durch eine Imbissbude gesorgt. Sitzmöglichkeiten wird es keine geben, zum Verzehr der Mahlzeiten muss das Badehandtuch auf der Rasenfläche aufgesucht werden.
Die Vereinsverantwortlichen appellieren: "Um den Spaß den ganzen Sommer gewährleisten zu können, bitten wir darum: 'Haltet weiter Abstand‘."