Allein mit sich selbst und der Natur in der Cuxhavener Küstenheide
CUXHAVEN. Zwei Brandgänse entfernen sich mit durchdringendem Schrei. Anschließend ist nichts weiter als der Wind zu hören, der von See kommend über die Grashalme und durch das Laub einiger am Wegesrand wachsender Büsche streicht. Ein Blick auf die Uhr, es ist kurz vor halb Sieben.
Naturerlebnisse wie aus dem Bilderbuch, die vielleicht auch deshalb begeistern, weil die Erwartungshaltung, mit der man sich an diesem Morgen auf den Weg gemacht hat, von Anfang an nicht besonders hoch war. Wegweiser mit dem Logo der Nationalparkverwaltung weisen den Rundkurs ambitioniert als "Wanderweg" aus; wer ihn geht, braucht allerdings weder Rucksack, noch besonderes Schuhwerk.
Zwar führt die Tour auf zumeist sandigem Untergrund durchs Gelände. Ist bei einer Länge von knapp zwei Kilometern Länge aber eher als Spaziergang einzustufen. Vom Weg abzukommen ist beinahe unmöglich: Holzpfosten mit grüner Markierung und insgesamt zwölf Schautafeln säumen den Lehrpfad, in dessen Verlauf der Interessierte mehr über Küstenschutz, Ebbe und Flut, über ein paar Süßwasserquellen im Watt oder die Heideflora erfahren soll.
Wechselwirkung zwischen Land und Meer
Ungeachtet solcher auf zivilisatorische Eingriffe zurückgehenden "Spuren" wirkt der "Entdeckungspfad Duhner Heide" unberührt, ja beinahe abgeschieden - zumindest bevor im nahen Wohngebiet in Sahlenburg die Rasenmäher angeworfen werden oder vorne auf dem Küstenweg die Radfahrer-Karawanen Richtung Strand und Wernerwald rollen.
Hinkommen
Den "Entdeckungspfad Duhner Heide" erreicht man zum Beispiel mit der zwischen Duhnen und Sahlenburg verkehrenden Dünenbahn (Haltestelle Kampweg, von dort aus zu Fuß zur Aussichtsplattform).
Beginnen kann man die Runde auch auf der Südseite: Man folgt der Straße Am Flockengrund in nordöstlicher Richtung bis über jenen Punkt hinaus, ab dem die Strecke für den allgemeinen (Kraftfahrzeug)-Verkehr gesperrt ist. Wenige Hundert Meter weiter biegt man nach links auf einen Waldweg ab und befindet sich dann bereits auf dem "Entdeckungspfad", der an alten Erdbunkern vorbei Richtung Küste führt.
Der Pfad ist ungefähr 2 Kilometer lang und wird von zwölf, teils stark verwitterten Info-Tafeln gesäumt.