Altenbruch: Das passiert mit Mammuttanne vor der Villa Gehben
ALTENBRUCH. Sie ist kerngesund, ein prachtvolles Exemplar der Gattung Nordmanntanne, die am schönsten Platz im Ortskern von Altenbruch steht, direkt vor der Villa Gehben.
Weil sie aber inzwischen zu groß geworden ist und den Blick auf das Jugendstilgebäude verstellt, muss sie weg. Darauf einigte sich der Altenbrucher Ortsrat bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Noch im Februar soll der Baum gefällt werden.
Leicht hatten es sich die Ortspolitiker nicht gemacht, sich dem Wunsch von Bürgermeister Jörg-Heinrich Ahlemeyer anzuschließen. Der hatte schon vor Jahren dafür plädiert, den Baum abzusägen und an der Stelle einen Garten anzulegen, der den Charme des architektonischen Kleinods unterstreicht. Vor etwa zwei Jahrzehnten hätte die Stadt dafür sogar das Geld eingeplant gehabt, erinnerte Ahlemeyer. Zur Umsetzung des damals geplanten Jugendstilgartens sei es jedoch nie gekommen. Stattdessen blieb alles beim Alten und mit den Jahren wurde aus dem Tannenbäumchen ein Mammutbaum, der inzwischen fast so hoch ist wie das Gebäude. Nur der Zaun wurde vor Jahren nach historischem Vorbild erneuert. Zur Freude vieler Altenbrucher verwandelten die Stadtgärtner den Nadelträger alljährlich in der Vorweihnachtszeit mit einigen Hundert Glühbirnen in eine stattlichen Weihnachtstanne. Dieser Aufgabe hat sich der Baum im Laufe der Jahre durch sein ungebremstes Wachstum entzogen. Inzwischen reicht kein normaler Steiger mehr, um die Lichterketten aufzuhängen. Kosten von über 2000 Euro für ein Spezialgerät waren Stadt und Ortsrat nicht mehr bereit zu zahlen. Der Mammutbaum blieb unbeleuchtet.
Trostpflaster
Als Trostpflaster für die Tannenfreunde stellte Michael Habben einen kleineren portablen Baum in Aussicht, der in der Adventszeit wieder mit vertretbarem Aufwand beleuchtet werden könnte. Was dann auch zum Umfeld der Villa passen würde, wo voraussichtlich in diesem Jahr wieder ein Weihnachtsmarkt stattfinden könnte.