50 Jahre nachdem Jürgen Gosch auf der Insel Sylt am Lister Hafen seine legendäre "Fischbude" eröffnete, kommt das beliebte Gastronomie-Konzept jetzt auch nach Cuxhaven, und zwar in die erste Reihe nach Duhnen. Foto: Potschka
50 Jahre nachdem Jürgen Gosch auf der Insel Sylt am Lister Hafen seine legendäre "Fischbude" eröffnete, kommt das beliebte Gastronomie-Konzept jetzt auch nach Cuxhaven, und zwar in die erste Reihe nach Duhnen. Foto: Potschka
Erste Reihe in Duhnen

"Gosch" kommt nach Cuxhaven: Beliebtes Restaurant bald in Duhnen

von Jens Potschka | 17.03.2022

CUXHAVEN. Wer dieser Tage aufmerksam auf dem Duhner Seedeich spazieren geht oder wachen Auges durchs "Dorf" flaniert, dem könnte es aufgefallen sein: Direkt vor dem gelb verklinkerten Hochhaus Panorama parkt seit zwei Wochen regelmäßig ein weißer Transporter mit dem Signet "Gosch Sylt".

Und zwar direkt vor dem ehemaligen "Restaurante Bitterino". Die Gastronomie in bester Strandlage ist geschlossen, doch hinter den verhängten Glasfronten wird mit Hochdruck gearbeitet.

50 Jahre nachdem Jürgen Gosch auf der Insel Sylt am Lister Hafen seine erste, nur vier Quadratmeter große legendäre "Fischbude" eröffnete, kommt das beliebte Gastronomie-Konzept jetzt auch nach Cuxhaven, und zwar in die erste Reihe nach Duhnen. Dort, direkt gegenüber dem "Strandhotel Duhnen" im Haus Panorama, hat die Gruppe das Ladenlokal übernommen, in dem bis Mitte Januar 2022 noch das Restaurant "Bitterino" seine Gäste begrüßte.

"Wir sind seit 13 Jahren Lizenznehmer von Jürgen Gosch, der mit seinen fast 81 Jahren noch alle seine Restaurant auf der Insel Sylt selbst betreibt", berichtet Philipp Wichmann. Der Regionalleiter stammt aus Heide und ist seit einem guten Jahrzehnt dabei, das erfolgreiche Gastronomie-Konzept von der Insel auf dem Festland zu etablieren.

Jürgen Gosch in Duhnen

Die Gruppe betreibt erfolgreich Restaurants in Scharbeutz, am Timmendorfer Strand, in Travemünde, Grömitz, Heiligenhafen, St. Peter-Ording, Büsum, Flensburg und weiteren Orten an der Ost- und Nordsee.

"In Cuxhaven werden wir in Kürze unser 15. Restaurant unter unserer Ägide eröffnen", freut sich Philipp Wichmann und fügt hinzu: "Wir passen uns natürlich dem Mutterschiff an. Jürgen Gosch hat in über 50 Jahren die Marke zu dem gemacht, was sie heute ist. Wir versuchen, den Lifestyle und das Konzept von der Insel Sylt direkt nach Cuxhaven zu holen. Hier wollen wir ab Mai unsere Meeresspezialitäten anbieten. Unsere Ware bezieht das Unternehmen ausschließlich von zuverlässigen Lieferanten, die ihre Netze in den besten Fanggründen auswerfen. Und weil Frische bei Fisch natürlich oberstes Gebot ist, werden alle Waren in der eigenen Manufaktur in Ellingstedt in Schleswig-Holstein gleich selbst zubereitet."

Kurz bevor mit den Umbauarbeiten in Duhnen begonnen wurde, hat sich Jürgen Gosch den neuen Standort persönlich angeschaut. "Er hat direkt gegenüber im Strandhotel logiert und traf eine Reihe von Bekannten, die er noch aus alten Tagen kennt. Jürgen Gosch ist immer noch voll dabei. Er hat auch gute Ideen für den neuen Standort Cuxhaven entwickelt. Der Mann ist voller Energie", berichtet Philipp Wichmann.

"Der Gast arbeitet mit"

Mittlerweile gibt es rund 40 Gosch-Restaurants in ganz Deutschland, die von unterschiedlichen Lizenznehmern betrieben werden. "Für uns ist immer der Standort entscheidend. Wir leben in erster Linie von der Laufkundschaft. Wir sind ein relativ schnelllebiges Restaurant. Bei uns ist ein Kommen und Gehen, eine sehr lockere Atmosphäre", sagt Philipp Wichmann.

Und so funktioniert das Selbstbedienungskonzept bei Gosch: "Bei uns arbeitet der Gast mit. Wir haben zum einen unseren klassischen Fischbrötchenverkauf, der erfolgt meistens über die Luke. Dann haben wir unseren Getränketresen. Dort am Stand lässt man sich ein Getränk empfehlen, kauft es und nimmt es sich mit zu seinem Platz, wo schon die Speisekarten bereitliegen."

Über 80 Plätze

Der Gast wählt sich sein Gericht aus und bestellt dann im direkten Gespräch mit dem Küchenchef beziehungsweise einem seiner Mitarbeiter. Für die Dauer der Kochzeit bekommt der Gast einen sogenannten Pager mit an den Tisch. Wenn sein Gericht fertig ist, vibriert dieser und das Fischgericht kann direkt an der Ausgabestation in der Küche abgeholt werden.

Das neue Gosch-Restaurant in Duhnen wird im Inneren über rund 80 Plätze verfügen. In den Sommermonaten sollen dann noch bis zu 120 Außensitzplätze hinzukommen. Anvisierte Eröffnung ist im Monat Mai. Die neue Lokalität soll von bis zu 30 Gastronomiekräften in Vollzeit ganzjährig betrieben werden.

Mitarbeiter-Schulungen

"Wir sind gerade mitten in der Mitarbeiterakquise. Alle unsere Angestellten durchlaufen vor ihrem ersten Einsatz eine Schulung im firmeneigenen Schulungszentrum. Dort erfahren sie alles über die Marke Gosch und wie wir sie präsentiert haben wollen. Alle Mitarbeiter, die in Cuxhaven arbeiten möchten, durchlaufen an anderen Standorten zudem in eine Eingewöhnungsphase", geht Philipp Wichman ins Detail und fügt hinzu: "Die dauert mindestens eine Woche, damit die Mitarbeiter alle Produkte kennlernen und die Abläufe im Restaurant richtig beherrschen."

Mit Blick auf die Einrichtung des neuen Gosch-Restaurants in Cuxhaven-Duhnen setzt Philipp Wichmann auf ein nostalgisch-maritimes Konzept mit hellem Eichenholz und altem Klinker, das sich schon in anderen Gosch-Restaurants bewährt hat.

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Jens Potschka

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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