Cap-Markt in Groden hat seit Corona mehr denn je zu tun
CUXHAVEN-GRODEN. Im Cap-Markt der Lebenshilfe Cuxhaven stehen auch Beschäftigte mit Behinderung ihre Frau oder ihren Mann. Das klappt gut - selbst im Corona-Jahr.
Die Spendengelder aus unserer diesjährigen Weihnachtsaktion ermöglichen der Cuxhavener Tafel, haltbare Lebensmittel für ihre Kundinnen und Kunden zu kaufen. Indem sie dies beim Cap-Markt der Lebenshilfe Cuxhaven tut, schlägt sie zwei Fliegen mit einer Klappe - denn der Markt ist nicht nur ein wichtiger Nahversorger für die Menschen im Stadtteil Groden, sondern auch eine Beschäftigungsstätte für Menschen mit Behinderung.
Und das war und ist sie auch in der gesamten Zeit der Corona-Pandemie geblieben. Obwohl es in dieser Zeit mehr zu tun gab als je zuvor und das unter Einhaltung sämtlicher Regeln, seien glücklicherweise alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund und die Stimmung sei sehr gut, weiß die stellvertretende Marktleiterin Angelika Brandt zu berichten: "Ein gutes Miteinander!"
Mehr Kunden kaufen im Stadtteil
Die Aufforderung, zu Hause zu bleiben, habe sich deutlich auf das Einkaufsverhalten ausgewirkt: Wesentlich mehr Kundinnen und Kunden hätten sich entschieden, in ihrem eigenen Stadtteil einzukaufen.
Lieferservice boomt
Vor allem aber haben sich in diesem Jahr die Lieferungen nach Hause mehr als verdoppelt. Weil das bei dem zuvor zur Verfügung stehenden Platz kaum mehr zu bewerkstelligen war, ist unlängst die Lagerfläche erweitert und im November in Betrieb genommen worden. Eine Arbeitserleichterung für alle: "Das war vorher wirklich mehr als eng", berichtet Werner Ludwigs-Dalkner, Geschäftsführer der Werkhof und Wohnstätten Lebenshilfe Cuxhaven gGmbH.
Hervorheben möchte er in diesem Zusammenhang neben dem Engagement des Marktteams auch das "tolle Miteinander" mit den Wohnstätten Cuxhaven als Vermieterin der Immobilie, deren neue Geschäftsführerin Yana Arbeiter den Kurs des Vorgängers Jürgen Garms nahtlos fortgeführt habe.
Fahrer neu eingestellt
Für die Erledigung der Auslieferungen habe sogar ein Fahrer neu eingestellt werden können. Diesem sei hierdurch der Übergang von den sogenannten arbeitsmarktnahen Maßnahmen in den ersten Arbeitsmarkt geglückt.
Bei der Bestellung der Lebensmittel und anderer Waren spiele neben der Möglichkeit, eine E-Mail zu schreiben, auch das Telefon und damit das Gespräch eine wichtige Rolle. "Oder Kinder oder Enkel bestellen für ihre Eltern oder Großeltern." Nicht zu verachten sei die Bedeutung der sozialen Kontakte bei der Übergabe an der Haustür, denn der kleine Austausch sei auch damit verbunden, bei den Empfängern kurz nach dem Rechten zu schauen. Mittlerweile kenne man sich: "Wir fragen auch schon mal nach, wenn eine regelmäßige Bestellung plötzlich ausbleibt", so Werner Ludwigs-Dalkner.
Entspannte Kunden
Insgesamt sind 24 Personen im Cap-Markt beschäftigt, die in Schichten arbeiten. Damit sich in der Mittagszeit die beiden Schichten nicht begegnen, sind die Arbeitszeiten angepasst worden, um auch Ansteckungsgefahren zu minimieren. "Die Mitarbeiter sind stabil, sie kommen mit der Mehrbelastung gut zurecht", berichtet Angelika Brandt. Das Team freue sich besonders über die Kunden, die entspannt mit der Situation umgingen, ergänzt Pressesprecherin Susanne Klose. Der rücksichtsvolle und harmonische Umgang wirke sich auf das gesamte Klima aus. Obwohl Corona wahrlich an den Nerven zerrt, laufe der Betrieb im Miteinander stressfrei; negative Vorkommnisse gebe es nicht. Für die Kundinnen und Kunden ist auf der Verkaufsfläche mehr Platz geschaffen worden.
Der Cap-Markt hat in der Adventszeit auch eine eigene Spendenaktion veranstaltet, diesmal zugunsten des Stadtteilvereins "Wir in Süderwisch". Die Kunden konnten mit Lebensmitteln gefüllte Tüten für den Preis von fünf Euro kaufen. Diese gingen an das Begegnungszentrum, das die Spendentüten an Bedürftige weitergibt.
Sammelstelle für Lebenshilfe-Angebote
Kunden fanden im Advent aber auch andere Waren als sonst in einem Supermarkt üblich. Da der Basar im Kubi (Kulturbistro) nicht stattfinden durfte, wurden die extra angefertigten Kränze, Gestecke und Arbeiten der "Goornlüüd" auch im Cap-Markt verkauft. Außerdem gab es einen Stand der Pottmoker, die ihre weihnachtliche Handwerkskunst im Außenbereich anboten.
Als eine Bereicherung des Stadtteils Groden nehmen die Kundinnen und Kunden aber auch die ergänzenden Angebote des Marktes gut an, zu denen der Weihnachtsbaumverkauf der Baumschule Nickel, frische Blumen aus der "Kaktusblüte", der Fleischwarenstand der Fleischerei Hess aus Cadenberge (mittwochnachmittags), Obst und Gemüse aus den Elbe-Weser-Werkstätten sowie vom Obsthof Eckhoff und Apfelsaft von der Streuobstwiese des Naturschutzbunds in Lüdingworth zählen.
"CN-/NEZ-Leser helfen" - so geht's:
Bereits im sechsten Jahr starten die Cuxhavener Nachrichten und die Niederelbe-Zeitung in der Adventszeit die Aktion "CN-/NEZ-Leser helfen".
In diesem Jahr sammeln wir Spenden für "Die Tafel" in Cuxhaven. Über die Adventszeit begleiten CN und NEZ die Arbeit der Tafel und berichten über deren ehrenamtliches Engagement.
Wichtig: Vom 28. November bis zum 31. Dezember können Sie Spenden auf das Konto mit der
IBAN DE52 2415 0001 0027 1111 11 bei der Stadtsparkasse Cuxhaven, BIC BRLADE21CUX, einzahlen. Empfänger ist die Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft. Vermerken Sie bitte als Stichwort auf der Überweisung "CN-NEZ-Leser helfen".
Spendenbescheinigungen stellt die Tafel Cuxhaven zum Ende der Aktion aus. Wenn Sie eine Bescheinigung wünschen, geben Sie bitte Namen und Adresse auf dem Überweisungsträger an. Unser Redaktionssekretariat leitet die Information dann an die Tafel weiter.
Die Namen der Spenderinnen und Spender werden in unseren Zeitungen veröffentlicht. Wer das nicht wünscht, vermerkt dies bitte ebenfalls auf der Überweisung.
Die Cuxhavener Tafel bedankt sich schon jetzt bei den Spenderinnen und Spendern. Denn für ihre Arbeit ist die ehrenamtliche Organisation dringend auf Spenden angewiesen. Nur so kann sie funktionieren.
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