CN/NEZ-Leser besichtigten Airbus-Werk in Hamburg
HAMBURG-FINKENWERDER. Das Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder ist der drittgrößte Luftfahrtstandort weltweit - nach Seattle in den Vereinigten Staaten von Amerika und Toulouse in Frankreich.
39 CN- und NEZ-Leser konnten sich im Rahmen der Leseraktion "Nah dran" hautnah davon überzeugen, wie sich mit Endmontage und Auslieferung von Airbus-Flugzeugtypen der Luftfahrt-standort entwickelt hat.
16 000 Mitarbeiter sind auf dem 350 Hektar großen Hamburger Airbus-Werksgelände beschäftigt. Doch bevor sich die Besuchergruppe aus dem Cuxland auf den Weg in die "heiligen" Hallen der Flugzeugmontage begeben durfte, stand der Sicherheits-Check-In auf dem Programm. Günther Naß aus Hemmoor hat fast 40 Jahre an diesem Standort gearbeitet, wie er erzählte. Doch den Besuch seiner einstigen Arbeitsstätte mit den Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung wollte er sich nicht entgehen lassen. Ihn interessiere in erster Linie die neue Endmontagelinie, wo neueste Technik für noch effizientere Produktion zum Einsatz komme. "Ich bin neugierig, welche Hallen seit meinem Ruhestand neu hinzugekommen sind", sagt er.
"Alles begann im Jahre 1969 mit den Pionieren Messerschmitt-Bölkow-Blohm. Der Flugzeugbau in Norddeutschland kam in Gang", erzählt Günther Naß und 1969 habe auch er dort zu arbeiten angefangen. Während die Besucher im Bus auf das Gelände gefahren wurden, gaben die Werksführer, die zugestiegen waren, schon ein paar Daten und Fakten zum Standort bekannt. Eine Dame vom Werksschutz nahm neben dem CN/NEZ-Reporter Platz. Wie sie später auf Nachfrage erklärte, wachte sie darüber, dass keine verbotenen Audioaufnahmen gemacht wurden. Die eigentliche Führung begann in der Halle, in der der Flugzeugrumpf des Airbus 320 zusammengebaut wird. "Etwa 15 000 sogenannte Schalen werden für den Rumpf jährlich hier angeliefert", berichtet der Werksführer, ein pensionierter Airbus-Mitarbeiter. Nach zweieinhalbstündiger Führung mit Fahrt über das Gelände meinte Herbert Reyelt aus Wingst, "Airbus ist wie eine Stadt für sich." Dann bestaunte die Gruppe in der Flugzeugschmiede einen fast zusammengebauten A380, den größten Flieger der Airbus-Familie, bei dem nur die Inneneinrichtung fehlte. "Beim A380, von dem noch etwa acht pro Jahr gebaut werden und der bis 2030 im Programm sein soll, übernehmen die Hamburger diese komplett sowie Lackierung, Endabnahme und Auslieferung", erläutert der Werksführer. "Die umstehenden Bauteile, Schrauben und die vielen Kabelstränge bleiben für Laien zwar ein Rätsel, dennoch war das der Höhepunkt der Werksführung", so die Stimmen der Besucher. Zu gern hätten sich einige der Leser für ein Erinnerungsfoto vor dem noch unfertigen A380 aufgestellt. "Leider nein, so sind die Regeln", meinten die Mitarbeiter. Ein Besucher merkte an: "Auf kritische Fragen wird nicht eingegangen." Bei Airbus sei alles schön, solle die Antwort gewesen sein.