Cuxhaven: Dankbare Patienten im Mini-Kinosaal der Nordheim-Stiftung
CUXHAVEN-SAHLENBURG. Immer mehr Erinnerungen an die ehemalige Nordheimstiftung, das jetzt geschlossene Krankenhaus in Sahlenburg, kommen ans Licht.
Wahrscheinlich ist heute kaum noch bekannt sein, dass die Nordheim-Stiftung mit einem schönen Kinosaal ausgestaltet war", schreibt Sigi Koperschmidt.
"Unter anderem dort habe ich Mitte der sechziger Jahre mit meinen Freunden vom Laienspielkreis der Berufsschule Cuxhaven etliche Theater-Aufführungen durchgeführt, die seinerzeit positive Beachtung hervorgerufen haben. Meine Erinnerungen gehen in die alte Theaterzeit zurück, zu der auch die unvergesslichen Auftritte in der Nordheimstiftung gehören.
Extrem wenig Platz
So kann ich mich auch heute noch mit Freude an Einzelsituationen unserer Aufführungen besinnen und zum Beispiel auch daran, dass hinter dem schönen Vorhang extrem wenig Platz war, sodass, wer nicht auf der Bühne agierte, äußerst eingeengt und diszipliniert auf seinen Einsatz warten musste.
Kein Wunder, es war eben eine Kinobühne, also Vorhang, Leinwand, gepolsterte Sitzreihen, aber nicht mehr. Doch, ein überaus dankbares Publikum, mit dem wir zuweilen im Gespräch nach den Vorstellungen unsere gemeinsame Freude zum Ausdruck bringen konnten."
Requisiten angeschleppt
Wo genau der Kinosaal war? Das weiß er nicht mehr: "Sind wir jungen Leute doch damals mit unserer Leidenschaft fürs Spiel, bepackt mit Requisiten unterschiedlichen Ausmaßes, meist im Halbdunklen bis Dunklen ,angereist‘. Ich habe noch vor wenigen Jahres vergeblich versucht, von der Dame in der Nordheim-Rezeption den Standort in Erfahrung zu bringen." Koperschmidts Erinnerungen gehen aber auch in die jüngere Vergangenheit: "Etliche Male habe ich in den letzten Jahren traumhafte Stunden beim Schlendern und Verweilen auf dem kompletten Gelände und seinem naturparadiesisch anmutenden Umfeld genossen. So habe ich in diesem besonderen Ambiente auch mein Gedicht ,Seesicht mit geschlossenen Augen‘ vollendet, dass unter anderem in meinem kürzlich herausgegebenen Buch erschienen ist."
"Sigiriertes und Sigifiziertes, Reimgezogenes satirisch angehaucht, vom Mutmacher bis zum Nonsens-Kracher' heißt das (erschienen bei Tredition/Hamburg). Sigi Koperschmidt pendelt zwischen Köln und Cuxhaven.
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