Cuxhaven: Muehlhan komplettiert Offshore-Service
CUXHAVEN. René Pourrier und Sebastian Czieschnek haben einiges vor. Der Geschäftsführer der Muehlhan Deutschland GmbH und sein Projektleiter wollen möglichst schnell ein neues Werk für das Strahlen und Lackieren von Stahlbauteilen in Cuxhaven aufbauen.
Die Planung steht, das 26 000 Quadratmeter große Grundstück ist gekauft. Bis Herbst nächsten Jahres soll die Halle stehen und rund 100 Mitarbeiter einsatzbereit sein. Noch fehlt allerdings die Baugenehmigung - ein aufwendigeres Verfahren aufgrund der Anforderungen des Immissionsschutzes ist der Grund dafür. Eine Bürgerinformationsveranstaltung ist geplant.
Im Gewerbegebiet "An der Baumrönne" in unmittelbarer Nachbarschaft zum Werk von Nordmark soll das Dienstleistungszentrum für Korrosionsschutz an großen Stahlbauteilen entstehen. Am Rande der Messe WindEngery 2018 in Hamburg erklärte Geschäftsführer Pourrier die Pläne. "Wir bauen eine Halle in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Werk von Nordmark, das die großen Stahlteile für Siemens Gamesa bearbeitet. Die Halle wird etwa 105 Meter lang und 45 Meter breit und hat eine Höhe von etwa 14 Metern. Wenn alles fertig ist, werden wir am Standort Cuxhaven über 100 Mitarbeiter in Dreischichtbetrieb beschäftigen."
Die Muehlhan Deutschland GmbH ist bislang an den Standorten Bremen-Vegesack (ehemals Vulkan) und Rostock mit rund 150 Mitarbeitern deutschlandweit tätig. Das Geschäft des Traditionsunternehmens gliedert sich in die vier Marktbereiche Schiff, Öl & Gas, Wind sowie Industrie.
Die geplanten Aktivitäten auf der Offshorebasis in Cuxhaven basieren auf einem Vertrag mit der dänischen Firma Nordmark, die die großen Guss-und Stahlteile für die Offshore-Turbinen von Siemens Gamesa bearbeitet.
Nach der Bearbeitung auf den Drehbänken von Nordmark muss der Stahl gesandstrahlt, metallisiert und mit einem Korrosionsschutz versehen werden, der den extremen Anforderungen auf See über einen langen Zeitraum standhält. Das geplante Dienstleistungszentrum soll modernsten Standards sowie allen aktuellen Herausforderungen im Oberflächen- und Korrosionsschutz gerecht werden, erklärt Pourrier. Alle notwendigen Arbeitsschritte erfolgten in einer Serienfertigung. Die voraussichtliche Bauzeit soll nach Abschluss aller Genehmigungsverfahren weniger als neun Monate betragen. Pourrier hofft, spätestens im Januar mit dem Bau beginnen zu können. Derzeit sind bereits über 50 Fachkräfte am Standort für Muehlhan tätig. Sie arbeiten in der Halle von Siemens Gamesa und sind mit Korrosionsschutz und Ausbesserungsarbeiten an den Anlagenteilen beschäftigt. Die Zahl der Arbeitskräfte soll nach Fertigstellung auf über 100 Personen ansteigen. Zu den Tätigkeiten gehören Waschen, Strahlen, Metallisieren und Beschichten sowie die Qualitätskontrolle und der Versand großer Bauteile für Offshore-Generatoren.
Für mögliche Job-Interessenten plant das Unternehmen noch in diesem Jahr eine Informationsveranstaltung mit dem JobCenter und der Agentur für Arbeit.
"Spitzenqualität im Korrosions- und Oberflächenschutz ist für Offshore Windenergieanlagen von höchster Bedeutung. In Cuxhaven wollen wir nicht nur Bauteile von Nordmark beschichten, sondern darüber hinaus weitere Bauteillieferanten mit umfassenden Dienstleistungen vor Ort bedienen", erklärt Pourrier. Muehlhan war während der Messe WindEngery in Hamburg mit einem eigenen Stand vertreten.
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