Cuxhaven: Tote Robbe liegt kopflos im Döser Watt
CUXHAVEN. Vergangenen Sonntag entdeckte die Cuxhavenerin Gabriele Grubel im Döser Watt etwas Erschreckendes.
Eine tote Robbe, deren Kopf abgetrennt war. Ein Foto schickte sie an Tanja Schlampp, die sich mit ihrer Initiative Wattenmeer-Schutz Cuxhaven seit vier Jahren für den Stopp der Elbvertiefung stark macht. Auf ihrer Facebook-Seite "Wattenmeer-Schutz" wurde das Foto heiß diskutiert.
In Schiffsschraube geraten?
"Ob die kleine Robbe in eine Schiffsschraube oder in den Sog eines Saugbaggers gekommen ist, werden wir nicht in Erfahrung bringen können. Seehunde sind sehr neugierige Tiere", heißt es in ihrem Post. Das Foto löste bei den Facebook-Nutzern viele emotionale Reaktionen aus. Vor allem wurden die Stimmen gegen die voranschreitende Elbvertiefung in diesem Zusammenhang lauter. Einige Facebook-Nutzer posteten sogar Bilder von ähnlichen Funden.
Eingriff in die Küstengewässer
"Es ist viel Bewegung durch die Elbvertiefung", bemängelt Schlampp. Zu viel. Ihrer Meinung nach sei die Elbvertiefung ein brachialer Eingriff in die Küstengewässer. Ob der Tod der Robbe jedoch im Zusammenhang damit steht, vermag Schlampp nicht zu sagen. Dies könnten nur Untersuchungen zeigen, betont sie.
Zwei tote Heuler
Auf Anfrage unserer Zeitung an das Cuxhavener Institut LAVES teilt Leiterin Dr. Edda Bartelt mit, dass kürzlich zwei tote Heuler zur Untersuchung an das Institut überführt wurden. Die Untersuchungen wurden nun an LAVES in Oldenburger übergeben. Ob es sich hierbei auch um die in Döse gefundene Robbe handelt, konnte jedoch nicht bestätigt werden.