Cuxhaven: Herr Plambeck, wann wird im Alten Fischereihafen gebaut?
CUXHAVEN. Was die Architekten im Wettbewerb mit schicken Computeranimationen vorgestellt hatten, lässt aktuell noch auf sich warten, doch das soll sich, wenn es nach Norbert Plambeck geht, schon bald ändern.
Für die mögliche Fertigstellung eines Teils des Gesamtkonzepts nennt der Cuxhavener Unternehmer schon ein Wunschdatum. Doch auch im kommenden Jahr werden die Bauarbeiten noch nicht im großen Stil beginnen - wann geht es den jetzt richtig los, Herr Plambeck?
Nach passenden Mietern gesucht
"Seit mehr als einem Jahr haben wir das Baurecht für den Alten Fischerhafen und damit eine verbindliche Grundlage, mit der wir planen können", erklärt Norbert Plambeck. Seitdem werde über Mietverträge verhandelt und nach passenden Mietern gesucht. Priorität haben dabei die sogenannten Ankermieter. "Das sind in erster Linie Hotels." Schnellstmöglich zwei Hotels bauen, das ist das ausgesprochene Ziel. "Im Bereich des AFH wohnen einfach noch nicht genug Menschen." Plambeck berichtet, dass man mit zwei Kandidaten für Hotels bereits seit längerem verhandelt und die Mietverträge noch bis Ende September unterschrieben werden sollen. "Dann stellen wir direkt die Bauanträge."
"Wenn alles klappt wie wir es uns vorstellen"
Der Vorsitzende der Tourismuswirtschaftsgemeinschaft rechnet damit, dass die Baugenehmigungen bis Ende 2023 erteilt werden. "Dann wird gebaut." Ziel sei es, beide Hotels 2025 zu eröffnen. "Wenn alles klappt wie wir es uns vorstellen", ergänzt er. Bei den Hotels handele es sich um unterschiedliche Konzepte, die hochwertige Übernachtungsmöglichkeiten versprechen. Dabei soll besonders für Fahrradfahrer ein Angebot entstehen, die über den Elberadweg nach Cuxhaven kommen. Aber auch Businessgäste sollen sich hier zu Hause fühlen, berichtet Plambeck.
Restaurants, Kunst und Kultur
Um welche Investoren es sich bei den Hotels handelt, konnte der Unternehmer noch nicht preisgeben. Doch als Standort bestätigte Plambeck die Seite des Nordseekais. Er glaubt daran, dass Restaurants, Kunst und Kultur durch die Ankermieter angezogen werden. "Ich gehe davon aus, dass 2025 große Teile des geplanten Hafens mit dem bekannten Konzept eröffnen können." Alles unter dem Motto: "Maritime Tradition neu gedacht."
Für die Sanierung der Netzhalle in der Kapitän-Alexander-Straße gibt es ebenfalls eine Förderzusage vom Bund. Es müssten allerdings mehr als zehn Millionen Euro investiert werden, schätzt Plambeck. Die Halle soll für den AFH zukünftig von großer Bedeutung sein. Kunst und Kultur sollen hier einen Ort finden. Platz hätte man in der Halle für rund 800 Sitzplätze.
Parkautomaten
Ein anderes Projekt soll schon kurzfristig umgesetzt werden. Geplant sind Parkautomaten entlang der Präsident-Herwig-Straße. Damit soll das Ziel verfolgt werden, die Mieter im AFH zu schützen und zu unterstützen. "Die Parkplätze werden häufig von standortfremden Personen genutzt und stehen dadurch nicht für Kunden unserer Mieter zur Verfügung. Das Fremdparken soll durch diese Maßnahme eingedämmt werden. Und vielleicht nutzt der eine oder andere dann auch öfter das Fahrrad", hofft Plambeck.
Für die Sanierung der Kaimauer hingegen gibt es noch kein Update. Solange das Konzept nicht komplett umgesetzt ist, würde die Finanzierung trotz der Förderzusage durch das Land Niedersachsen schwierig.