Das Kreishaus Cuxhaven platzt auzs allen Nähten. Eine Besserung istr in Sicht. Fotos: Kramp
Das Kreishaus Cuxhaven platzt auzs allen Nähten. Eine Besserung istr in Sicht. Fotos: Kramp
Bauwesen/Verwaltung

Cuxhavener Kreishaus wird erweitert

von Wiebke Kramp | 13.07.2019

KREIS CUXHAVEN. Alle Kapazitäten im Kreishaus Cuxhaven sind ausgeschöpft, nach zähem Ringen der Verwaltung hat die Politik der Erweiterung den Weg bereitet.

Die gute Nachricht für die rund 530 im Kreishaus tätigen Bediensteten hatte sich Landrat Kai-Uwe Bielefeld für den Schluss der monatlichen Pressekonferenz aufgespart: der Kreisausschuss habe einer Erweiterung des Kreishauses zugestimmt. In Modulbauweise soll dies vollzogen werden.

Wie mehrfach berichtet, platzt der von 1982 bis 1984 gebaute Verwaltungsbau aus allen Nähten. "So schnell wie möglich", hofft der Landrat nun auf den ersten Schritt mit dem Ende des Containerdorfes und beengten Büros mit Druckern und Kopierern auf den Fluren des Kreishauses. Die unter Raumnot leidenden Mitarbeiter hätten diese gute Botschaft bereits wohlwollend aufgenommen.

Die Kooperation habe ihm das Mandat erteilt, mit der Stadt Cuxhaven über die notwendige Bauleiitplanung zu sprechen, so der Landrat. Auf politischer Seite geht man davon aus, dass dafür eine Bebauungsplanänderung seitens der Stadt vorgenommen werden müsse. Abgestimmt werden sollen jetzt verschiedene Baulösungen.

Je nach Erweiterungsgröße wird mit Baukosten in Höhe von zehn bis 20 Millionen Euro gerechnet. In die Überlegungen der Erweiterung einfließen werde auch die Zukunft des Jugendamtes, das gegenwärtig in Cuxhaven auf zwei Etagen in angemieteten Räumen der Rohdestraße in Cuxhaven. Möglicherweise könne es sich letztlich als günstiger erweisen, wenn diese rund 60 Mitarbeiter wieder Platz beim Kreishaus fänden. Diese zentrale Variante, favorisiert Friedhelm Ottens als Sozial- und Finanzdezernent unverhohlen. Möglicherweise, so der Kämmerer, könne sich dies letztlich als günstiger erweisen. Dass in einem Erweiterungsbau ein stets funktionsfähiger Stabsraum für Katastrophenschutz eingerichtet wird, hält Dezernent Friedrich Redeker für wichtig.

Doch die Politik swill zunächst den ersten Schritt gehen. Zunächst hat die Kooperation aus SPD, CDU, FDP, und Grünen eine Kompromisslösung, die kleinere Erweiterungsvariante gewählt, die eine Beendigung des Containerdorfes sowie die Schaffung notwendiger Büroräume und Besprechungszimmer zum Inghalt hat, um die drängenden Platzprobleme zu beenden..

Kreis-Finanzausschussvorsitzender Gunnar Wegener (SPD) nannte es eine "schwere Geburt", weil CDU und FDP nicht so recht an die Angelegenheit heran wollten. "Aber wer sich mit im Kreishaus umgeschaut hatte, hat gesehen, das geht so gar nicht." Jetzt habe man sich darauf verständigt, eine gesamte Bauleitplanung erstellen zu lassen inklusive zweiter Erweiterung. Allerdings solle die Kommunalaufsicht gleichwohl kritisch prüfen, damit sich Baumaßnahmen am Kreishaus nicht zu Lasten anderer wichtiger Investitionen auswirkten - zum Beispiel bei den Schulen, beschreibt Wegener die gefundene Lösung, macht gleichwohl aber deutlich, dass er für die größere Lösung stehe. Lasse Weritz, stellvertretender CDU-Fraktionssprecher im Kreistag, hält nach wie vor nichts von einer großen Lösung, ist aber von der Notwendigkeit der nun gewählten kleineren Variante überzeugt, weil das Containerdorf aus rechtlicher Sicht bedenklich sei und keine ädaquaten Arbeitsbedingungen biete. "Wir waren uns relativ schnell einig, das Containerdorf muss weg", sagte der CDU-Politiker. Alles weitere müsse allerdings unter Vorbehalt der Finanzen geprüft werden, zudem müsse grundsätzlich über das Thema Außenstellen. Weritz sprach von einer "harmonischen und sachllichen Zusammenarbeit" im Kreisausschuss.

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Wiebke Kramp

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