Deshalb wollen die Cuxhavener Pinguin-Sammler den letzten Rekord
CUXHAVEN. Die Pinguin-Sammler Birgit Berends und Stefan Kirchhoff aus Cuxhaven machen Schluss. Vorher wollen sie allerdings einen letzten Weltrekord aufstellen. Warum?
Doch wie entwickelte sich die Sammelleidenschaft zu so etwas Großem? So groß, dass die Sammlung es sogar ins Guinnessbuch der Weltrekorde geschafft hat? "Als ich meinen Mann kennengelernt habe, sagte er mir, er werde mitsammeln - aber nur, wenn wir einen Weltrekord aufstellen würden." Also wenn schon sammeln, dann richtig.
Im Jahr 2006 war es dann so weit. Mit 2520 Exemplaren - kategorisiert in Figuren, Gruppen, Karten und Dinge (hierzu zählt alles Mögliche wie Schneekugeln, Kaffeebecher oder auch Mundschutze) - schafften es die beiden Pinguin-Fans zum ersten Mal ins Guinnessbuch der Rekorde. Drei weitere Rekorde folgten.
Vergleich mit Usain Bolt
Doch einen letzten Rekord wollen sie sich noch holen. Eine Liste mit den fein säuberlich aufgelisteten 26.114 Exponaten, Bilder und eine schriftliche Bestätigung zweier Zeugen liegt beim Deutschen Rekord-Institut. "Wir hoffen, im Sommer dann die Urkunde zu bekommen", so Stefan Kirchhoff. Danach möchte das Ehepaar die größte "Pinguin-Kolonie nördlich des Äquators" zwar noch ein paar Jahre im Pinguin-Museum beherbergen, aber sammeln wollen die beiden nicht mehr: "Im Gegenteil, wir dampfen die Sammlung ein."
Wegen der Corona-Auflagen konnte das Museum erst Mitte März öffnen und Besucher seither nur mit vorheriger Terminabsprache in Empfang nehmen. "In den zwölf Jahren, die wir das Museum betreiben, waren insgesamt 40 000 Besucher hier. In diesem Jahr waren es gerade einmal 20 Gäste." Interessierte können telefonisch einen Termin vereinbaren. Weitere Informationen, beispielsweise zu den Öffnungszeiten, gibt es auf der Internetseite.
www.pinguin-museum.de