Dorum-Neufeld: Kaje am Kutterhafen wird saniert
WURSTER NORDSEEKÜSTE. Eine gute Nachricht für die Krabbenfischer brachten Marcus Itjen (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Wurster Nordseeküste, und Bauamtsleiterin Norma Warncke zur Hauptversammlung des Fischereivereins mit.
Die nötige Renovierung der südlichen Kaje am Kutterhafen in Dorum-Neufeld wird voraussichtlich im Februar starten und bis Ende August/Anfang September abgeschlossen sein.
Dank EU-Fördermitteln kann die Gemeinde rund 1,6 Millionen Euro investieren. Der Förderantrag wurde 2019 gestellt und jetzt, nach Zusage und Ausschreibungsverfahren, ist die Umsetzung der Baumaßnahme noch in diesem Sommer vorgesehen. "Die Baugenehmigung liegt bereits vor", sagte Warncke.
Allerdings gebe es viele Auflagen, da die Bauzeit in die Sturmflutzeit fällt. Die Planung hat die Ingenieursfirma KSF aus Bremerhaven übernommen. Olaf Steimke und Matthias Mysegades nahmen als deren Vertreter an der Sitzung teil, gaben einen ausführlichen Sachstandsbericht und beantworteten die Fragen der Fischer.
Die Erd-, Stahl- und Elektroarbeiten würden ausschließlich landseitig ausgeführt, versicherte Steimke. Ab Februar soll auf der Südseite des Hafens die Baustelle eingerichtet werden. Der genaue Beginn der Rammarbeiten hänge vor allen Dingen davon ab, wie schnell die Spundwandprofile geliefert werden können.
Behinderungen des Schiffsverkehrs im Hafen durch einen Ponton dürften nur im Ausnahmefall vorkommen, da ausschließlich landseitig gearbeitet wird. Auch die Nutzung der Tankanlage bleibt weiterhin möglich.
Außerdem soll die Pier eine neue Beleuchtung erhalten. Um das auch im vorderen Bereich umsetzen zu können, sei die Verlegung eines neuen Erdkabels erforderlich, betonte Steimke. Die vorhandene Teerdecke würde für die Verlegung aufgeschnitten.
Ferner werden mit der Sanierungsmaßnahme zehn neue Scheuerpfähle gesetzt. Da es bei der Frischwasserversorgung an den Liegeplätzen in der Vergangenheit immer wieder zu Engpässen gekommen sei, wünschen sich die Fischer mit der Baumaßnahme die Verlegung einer größeren 1-Zoll-Leitung. Für die Abzweigung zu den einzelnen Liegeplätzen reiche dann die bisherige Leitungsgröße aus, betonte der Vorsitzende des Fischereivereins, Stephan Hellberg.
Rammarbeiten
Ein mögliches Problem während der Bauphase zeigten die Fischer allerdings auf. Während der Rammarbeiten an der neuen Spundwand soll die Krabbenanlandung an der Nordseite des Hafens erfolgen. Strom- und Wasseranschlüsse sind dort vorhanden.
Sperrzonen oft ignoriert
Die Nordpier wird allerdings im Sommer stark von Motorradfahrern als Parkplatz genutzt, doch leider werden die vorhandenen Sperrzonen oft ignoriert. Beim Löschen der Krabben könnte dies zu erheblichen Behinderungen führen, befürchtet Björn Stelling.
"Das ist ein wichtiger Hinweis", betonte Bürgermeister Itjen. Die Gemeinde werde die Situation genau beobachten und bei Bedarf kurzfristig Bauzäune mit gesichertem Zugang für die Fischer aufstellen.
Von Beate Ulich