Konrad Geesmann fühlt sich in Groden "sauwohl" und schätzt die Freundlichkeit der Menschen. Foto: Witthohn
Grodener Konrad Geesmann mahnt

Ex-Diakon weiß: Wo im Cuxhavener Ortsteil Groden der Schuh drückt

von Herwig V. Witthohn | 08.08.2022

CUXHAVEN-GRODEN. Der ehemalige Diakon Konrad Geesmann ist in Groden verwurzelt. Er weiß genau, wo im Cuxhavener Ortsteil der Schuh drückt - und spricht eine Mahnung aus.

Im Rahmen der CN-Kampagne "Vor Ort & mittendrin - Wir für Groden" stellen wir heute Konrad Geesmann vor. Er weiß, wo der Schuh drückt.

Konrad Geesmann erblickte am 4. Mai 1943 in Stolzenau/Weser das Licht der Welt. 1977 kam er als Diakon nach Cuxhaven, engagierte sich in der Litauenhilfe, der Wärmestube, ist Mitbegründer der Tafel, des "Kostnix"-Ladens, des Spendenparlaments und hat sich in vielen sozialen Dingen engagiert. Seit 1984 lebt er mit seiner Familie in Groden.

Dort zogen seine Frau Ursula und er zwei eigene Kinder groß, ein Adoptivkind und acht Pflegekinder.

Herr Geesmann, wie wohl fühlten und fühlen Sie sich in Groden?

"Sauwohl! Unsere Kinder leben in der ganzen Welt, doch wir bleiben hier in Groden. Auch, weil wir die Menschen, die hier leben, sehr schätzen."

Ist das Angebot in Groden attraktiv genug, um hier wohnen zu bleiben, vor allem für jüngere Menschen?

"Ja, wenn wir mehr Kinder unterkriegen würden. Da kommt das Thema Krippenplätze wieder ins Spiel."

Was glauben Sie: Wie wird Groden in zehn Jahren aussehen?

"Auch wenn weitere Siedlungen dazu kommen: In Groden fehlt der Mittelpunkt des Ortes. Da wäre es schön, wenn sich etwas ändern würde."

Wie zufrieden sind Sie mit dem Miteinander und dem Engagement ihrer Mitbürger hier?

"Der Grodener Bürgerverein sorgt ja für einige Aktivitäten und dafür, dass sich etwas tut. Die Busanbindung muss besser werden, die Infrastruktur auch. Groden wird größer werden und daher braucht es mehr Geschäfte vor Ort. Ohne den großartigen CAP-Markt gäbe es schon Probleme."

Was gefällt Ihnen am besten in Groden und was am schlechtesten?

"Die Freundlichkeit der Menschen ist einzigartig, wir haben eine tolle Kirche, die sogar ein Seezeichen war, denn wir liegen hier in einem Urstromtal. Bei den Krippenplätzen muss sich noch einiges verbessern."

Mehr zum Thema

Alle Beiträge der Ortskern-Kampagne mit dem Cuxhavener Stadtteil Groden und dem Ort Hechthausen finden Sie hier. Dort können Sie auch an einer Umfrage zu den beiden Orten teilnehmen.

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Herwig V. Witthohn

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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