Elbefähre: Gespräch mit Geldgebern geplatzt
KREIS CUXHAVEN. Der Start der neuen Fährverbindung Cuxhaven-Brunsbüttel rückt für dieses Jahr in weite Ferne. Zwei Probleme stehen einem Start noch in dieser Saison entgegen.
"Wir haben kein Schiff", sagte Heinrich Ahlers, Geschäftsführer der Elbferry GmbH, gegenüber der Online-Ausgabe des shz-Verlags.
Das Fährschiff "Fanafjord" steht demnach immer noch nicht zur Verfügung. Der jetzige Betreiber will es nach einem Bericht des OnlinePortals "Fähren-Aktuell" noch bis Ende Mai in Norwegen einsetzen.
Außerdem gibt es keine Bank für die Finanzierung. 18 Millionen Euro sollen die künftigen Betreiber aus Cuxhaven für das norwegische Fährschiff "Fanafjord" bezahlen. Auf diesen Preis habe man sich bei Verhandlungen Anfang des Jahres mit den norwegischen Eignern verständigt, hatte Ahlers vor gut einer Woche erklärt. Ahlers und der Cuxhavener Unternehmensberater Ulrich Kalthoff halten je 10 Prozent an Elbferry, die übrigen 80 Prozent hält die Hamburger Green Cruisers. Derzeit sucht Green Cruisers nach Kapital.
Ein Gespräch am Donnerstag mit potenziellen Investoren hat sich nach shz-Angaben aber zerschlagen. Noch immer wartet Elbferry offenbar auch auf eine Bürgschaft des Landes Niedersachsen, um das Fährschiff zu kaufen.
Die Zeit wird also eng. "Wenn wir zum 1. Juni nicht anfangen können, wird es dieses Jahr nichts mehr", hatte Ahlers im März gesagt. (cd)