Elbefähre: Rechnet sich 130 Meter langes Fährschiff?
CUXHAVEN. In unsere Berichterstattung über die ab Februar geltende Geschwindigkeitsbeschränkung für Schiffe auf der Elbe ("Mit 15 Knoten über die Elbe?" hat sich ein Fehler eingeschlichen.
Dabei hatten wir auch auf die Vorschläge des Cuxhavener Ingenieurs und Schiffssachverständigen Jürgen Grzeskowiak hingewiesen, die Fährlinie mit zwei Katamaranen zu betreiben. Irrtümlich wurden dabei die Maße der im Entwurf vorliegenden Zweirumpfschiffe mit 90 Meter Länge angegeben. Tatsächlich geht Grzeskowiak nur von einer Schiffslänge über 70 Meter aus. Die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Elbmündung gilt für Schiffe ab 90 Meter Länge.
Alternative: Katamaran
Nach Ansicht Grzeskowiaks habe sich eine Schiffslänge von mehr als 70 Metern für Fähren auf der Elbe als unwirtschaftlich erwiesen. Nach seinem Konzept würden die Katamaranfähren mit einer Geschwindigkeit von 20 Knoten bei einem Tiefgang von nur 2,50 Meter fahren können und damit so gut wie keinen Schwall erzeugen, der im Landbereich Schäden anrichten könnte. Die zum Verkauf stehende norwegische "Fanafjord", das 130 Meter lange Schiff, das "Elbferry" gerne auf der Route einsetzen würde, hat einen Tiefgang von 4,60 Metern. Nach Ansicht Grzeskowiaks hätten aber schon die missglückten Versuche mit den 98 Meter langen Fähren "Grete" und "Anne Marie" gezeigt, dass sich große Schiffe auf der Strecke nicht rechnen würden.
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