Die norwegische Fähre "Fanafjord". Foto: Saetre
Geschwindigkeitsbegrenzung

Elbefähre wartet auf grünes Licht aus Bonn

von Thomas Sassen | 29.01.2019

CUXHAVEN. Die Wiederaufnahme der Fährverbindung Cuxhaven-Brunsbüttel hängt von der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für die ab Februar geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 15 Knoten für Schiffe mit mehr als 90 Meter Länge im Elbmündungsgebiet ab.

"Viele wollen Ostern fahren", sagt Heinrich Ahlers, der Mann, der sich vorgenommen hat, die Fährverbindung Cuxhaven-Brunsbüttel wiederzubeleben. Seiner Meinung nach stehen die Chancen im Moment sehr gut, dass es auch tatsächlich im April mit einem Neustart klappen kann. Voraussetzung sei allerdings eine Ausnahmegenehmigung von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung für die von Ahlers als Fähre anvisierte "Fanafjord", damit das 130 Meter lange Schiff aus Norwegen sich nicht an die neuerdings geltende Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Unterelbe von 15 Knoten halten muss. Denn dann würde die 16 Seemeilen lange Strecke nicht in einer akzeptablen Zeit zurückgelegt werden können.

Über die Ausnahmegenehmigung hat Ahlers am Montag mit Bernhard Meyer im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Cuxhaven gesprochen. Entschieden wird darüber allerdings von der Behördenzentrale in Bonn. Bis Donnerstag rechnet Ahlers mit der Entscheidung. Vielversprechend verliefen die Gespräche mit Hafenbetreiber NPorts. Die Herrichtung des Anlegers für das geplante neue Schiff sei kein Problem, hätten ihm die Verantwortlichen signalisiert. Auch Werften stünden bereit, das Schiff für die Anleger in Brunsbüttel und Cuxhaven umzubauen, versichert Ahlers: "Wir brauchen jetzt grünes Licht von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Die Investoren stehen bereit. Dann könnte es losgehen."

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Thomas Sassen

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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