Die norwegische Fähre "Fanafjord". Foto: Saetre
Geschwindigkeitsbegrenzung

Elbefähre wartet auf grünes Licht aus Bonn

29.01.2019

CUXHAVEN. Die Wiederaufnahme der Fährverbindung Cuxhaven-Brunsbüttel hängt von der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für die ab Februar geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 15 Knoten für Schiffe mit mehr als 90 Meter Länge im Elbmündungsgebiet ab.

"Viele wollen Ostern fahren", sagt Heinrich Ahlers, der Mann, der sich vorgenommen hat, die Fährverbindung Cuxhaven-Brunsbüttel wiederzubeleben. Seiner Meinung nach stehen die Chancen im Moment sehr gut, dass es auch tatsächlich im April mit einem Neustart klappen kann. Voraussetzung sei allerdings eine Ausnahmegenehmigung von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung für die von Ahlers als Fähre anvisierte "Fanafjord", damit das 130 Meter lange Schiff aus Norwegen sich nicht an die neuerdings geltende Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Unterelbe von 15 Knoten halten muss. Denn dann würde die 16 Seemeilen lange Strecke nicht in einer akzeptablen Zeit zurückgelegt werden können.

Über die Ausnahmegenehmigung hat Ahlers am Montag mit Bernhard Meyer im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Cuxhaven gesprochen. Entschieden wird darüber allerdings von der Behördenzentrale in Bonn. Bis Donnerstag rechnet Ahlers mit der Entscheidung. Vielversprechend verliefen die Gespräche mit Hafenbetreiber NPorts. Die Herrichtung des Anlegers für das geplante neue Schiff sei kein Problem, hätten ihm die Verantwortlichen signalisiert. Auch Werften stünden bereit, das Schiff für die Anleger in Brunsbüttel und Cuxhaven umzubauen, versichert Ahlers: "Wir brauchen jetzt grünes Licht von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Die Investoren stehen bereit. Dann könnte es losgehen."

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Lesen Sie auch...
Elbvertiefung

Flusstiefe reicht nicht aus: Notfahrpläne für große Schiffe auf der Elbe

von Redaktion | 14.10.2022

KREIS CUXHAVEN. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat eingeräumt, dass die vorgesehene Flusstiefe auf der Elbe nicht gewährleistet werden kann, sich die Schlickprobleme verschärft haben und die gebaggerten Böschungen unter Wasser immer wieder einbrechen.

Elbvertiefung

Cuxhavener Schifffahrtsexperte empört: "Havarierisiko ist unverantwortlich"

von Ulrich Rohde | 14.10.2022

KREIS CUXHAVEN. Ein Schifffahrtsexperte aus Cuxhaven kritisiert: Unrealistische Vorgaben in der Planfeststellung für die Elbvertiefung führen zu enormen Problemen.

Kostet Hunderte Millionen

Wann startet Hafenausbau in Stade: N-Ports gibt klare Aussage

09.10.2022

STADE. Wann geht es mit dem 200 Millionen Euro teuren Ausbau des Stader Seehafens weiter? Die Frage trieb viele Insider um. Bis jetzt. Auf Nachfrage gab es von Hafenbetreiber N-Ports eine klare Aussage, die die Stader freuen wird.

Energiewende

Cuxhaven spielt entscheidende Rolle bei geplanter Errichtung riesiger Offshore-Parks

von Ulrich Rohde | 06.10.2022

KREIS CUXHAVEN. Die Energiekrise lässt derzeit die Bundesministerien rotieren. Insbesondere das Wirtschaftsministerium ist hier gefragt - und auch sein Parlamentarischer Staatssekretär Stefan Wenzel (Grüne). Er gewährt einen Einblick in die Pläne.