Entscheidung fällt in Stade erst durch Stichwahl
STADE/KREIS CUXHAVEN. Am Wahlsonntag sind in der Elbe-Weser-Region weitere Entscheidungen gefallen.
So hat der parteilose Guido Dieckmann das Beverstedter Rathaus erobert. Der zweite Mann im Rathaus der Einheitsgemeinde siegte mit der überwältigenden Mehrheit von 66,86 Prozent gegen seinen Mitbewerber Oliver Fröhlich, ebenfalls aus der Verwaltung, der auf 33,14 Prozent der abgegebenen Stimmen kam. "Dieser Wahlkampf hat uns zusammengeschweißt und dieses Ergebnis ist der Lohn dafür", rief Dieckmann seinen Unterstützern zu, als sein Sieg feststand.
Verluste für Amtsinhaberin
Herbe Stimmen-Verluste hat hingegen die Amtsinhaberin auf dem Chefsessel im Stader Rathaus hinnehmen müssen. Silvia Nieber (SPD) muss sich einer Stichwahl gegen ihren Herausforderer Sönke Hartlef (CDU) am 16. Juni stellen. Nieber, die 2011 bei ihrer ersten Wahl noch auf fast 60 Prozent der Stimmen gekommen war, musste sich am Sonntag mit 42 Prozent zufriedengeben. Ihr Herausforderer Hartlef, Ortsbürgermeister in Bützfleth, lag am Ende bei 44,3 Prozent. Zwei Außenseiter sorgten in Stade dafür, dass es zur Stichwahl kommt: Der Politneuling Frank Rutkowski (Die Partei) landete bei immerhin 7,6 Prozent, der Pirat Bodo Klaus kam immerhin auf 6,2 Prozent. Beide sind zur Stichwahl nicht mehr zugelassen. Die Wahlbeteiligung lag in Stade bei 56,7 Prozent.
Gewählt wurde auch in Jork und Apensen. Im Alten Land war Matthias Riel der einzige Kandidat. Er kam auf eine Zustimmung bei den Wählern von 88,8 Prozent. Eine Überraschung gab es in der Samtgemeinde Apensen. Hier wurde die unerfahrene Lokalmatadorin Petra Beckmann-Frelock zur hauptamtlichen Bürgermeisterin gewählt und nicht die Fachkraft Manuela Mahnke.
In der Samtgemeinde Geestequelle hat Amtsinhaber Stephan Meyer als einziger Kandidat 81,29 Prozent der Stimmen erhalten.
Zitterpartie für Oetjen
Der bisherige FDP-Landtagsabgeordnete Jan-Christoph Oetjen aus Sottrum hat den Weg zur europäischen Bühne mit knapper Not geschafft. Die 5,6 Prozent der FDP bei der Europawahl reichten hauchdünn für den Einzug des 41-Jährigen in das Europaparlament. Das bundesweite Wahlergebnis der Liberalen, obschon um 2,2 Prozent besser als bei der vorherigen Europawahl 2014, blieb aus Sicht der FDP hinter den selbst gesteckten Erwartungen deutlich zurück. Jan-Christoph Oetjen war auf Platz fünf der FDP-Liste für die Europawahl auf Bundesebene platziert. Die niedersächsische Landesliste der Partei führte er an. Das Zittern um sein Mandat hat sich für ihn am Ende ausgezahlt. (fix/str/ur/red)
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