Auch der Arbeitsmarkt im Landkreis Cuxhaven spürt den Frühling. Foto: Sina Schuldt/dpa
Auch der Arbeitsmarkt im Landkreis Cuxhaven spürt den Frühling. Foto: Sina Schuldt/dpa
Arbeitsmarkt

Weniger Arbeitslose im Kreis Cuxhaven - doch die Statistik trügt

01.04.2021

KREIS CUXHAVEN. Dank der Frühjahrsbelebung sind die Arbeitslosenzahlen im Kreis Cuxhaven gesunken. Doch es gibt auch weniger erfreuliche Nachrichten. 

Die Zahl der Arbeitslosen ist im März im Landkreis Cuxhaven leicht gesunken. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Stade, zu dem auch der Kreis Cuxhaven gehört, waren 17.682 Personen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 5,7 Prozent.

Arbeitsmarkt zeigt Widerstand

"Die Frühjahrsbelebung setzt in diesem Jahr später ein und fällt insgesamt nicht so stark aus wie in den Jahren vor der Corona-Pandemie", fasst Dagmar Froelich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stade zusammen. "Der regionale Arbeitsmarkt hält den weiteren Verlängerungen des Lockdowns stand und erweist sich als widerstandsfähig."

Im Agenturbezirk Stade habe sich die Arbeitslosigkeit im März relativ einheitlich entwickelt. In allen Regionen sei im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Zunahme zu verzeichnen.

Arbeitslosenzahlen im Kreis Cuxhaven

Im Gebiet der Stadt Cuxhaven wurden 2.270 Personen als arbeitslos gemeldet (9 Prozent). Im Geschäftsbereich Otterndorf waren 1.542 Menschen ohne Arbeit (6,3 Prozent).

Im Vergleich zu den Veränderungen des Monats März der Vorjahre sei laut Froelich ein deutlicher Rückgang bei den Erwerbstätigkeiten zu verzeichnen. "Bei gleichzeitiger Zunahme der Abgänge in Erwerbstätigkeit lässt sich ein positiver Effekt auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit feststellen", führt sie aus. Die Langzeitarbeitslosigkeit verfestige sich jedoch, besonders im Bereich der Grundsicherung. "Die Bestände wachsen kontinuierlich an und jeder dritte Arbeitslose ist 50 Jahre und älter," so die Agenturleiterin.

Weniger Menschen entlassen

Nach wie vor komme es jedoch eher selten zu weiteren Entlassungen. Die "Welle" einer hohen Anzahl von neuen Arbeitslosigkeiten aus regulärer Beschäftigung sei bereits im Juli 2020 abgeflacht. Seither seien gegenüber den Monaten vor der Corona-Pandemie keine erhöhten Werte mehr zu beobachten.

Kurzarbeits-Anträge sinken

Abgeflacht sei auch die Zahl der Anträge auf Kurzarbeit. Bis Ende März seien 65 Anträge in Stade eingegangen, mit 745 Personen. Zum Vergleich: Im Februar waren es noch 230 Anträge und 2.315 betroffene Personen.

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