Die IG-Vorstandsmitglieder Manfred Frank und Stefan Hirschfelder mit den fachlich versierten Helfern und dem neuen Pächter Jens Andres-Koennecke (3. v. r.). Foto: Koppe
Die IG-Vorstandsmitglieder Manfred Frank und Stefan Hirschfelder mit den fachlich versierten Helfern und dem neuen Pächter Jens Andres-Koennecke (3. v. r.). Foto: Koppe
"Smörrebröd und Handwerkskunst"

Lotsenviertel Cuxhaven: Ehemaligen Kiosk mit vereinten Kräften aus dem Dornröschen-Schlaf geweckt

von Kai Koppe | 06.04.2022

CUXHAVEN. Der hellblaue Kiosk am Magda-Roos-Platz im Cuxhavener Lotsenviertel erstrahlt in neuem Glanz - dank der Hilfe der ansässigen Handwerker. Die Interessensgemeinschaft will mit den Einnahmen durch den neuen Pächter einiges bewirken. 

Nach zwei Jahren Leerstand wird der Kiosk am Magda-Roos-Platz wieder genutzt: Seit ein paar Wochen bereichert Pächter Jens Andres-Koennecke mit seinem Lokal "Butter bei die Fische" das kulinarische Angebot im Viertel - und sorgt nebenbei dafür, dass der Interessengemeinschaft (IG) Lotsenviertel als Eigentümerin des kleinen Häuschens Monat für Monat ein paar Euro an Mieteinnahmen in die Vereinskasse fließen. "Die Pacht soll dazu dienen, im Bereich Schillerstraße etwas zu bewegen": Helga Skrandies-Brihmani, Simona Meier-Tatu, Stefan Hirschfelder und Manfred Frank (Mitglieder des IG-Vorstands) haben sich vorgenommen, den "Jan-Cux-Geburtstag" wiederzubeleben. Pandemie-bedingt musste das Spielfest pausieren; im August, so hofft man bei der Interessengemeinschaft, könnten Gewusel und Kinderlachen die allgemeine Corona-Agonie vertreiben. 

Gebäude gehört der IG 

Das Event, das in Vorjahren vier- bis fünftausend Besucher anzog, ist nur ein Vorhaben, das unter Zuhilfenahme der Pachteinnahmen realisiert werden könnte. Letztere bilden (ähnlich wie die Mitgliedsbeiträge) eine kontinuierliche Einnahmequelle, bedeuten für die Interessengemeinschaft folglich ein Stück weit Planbarkeit - selbst, wenn sich über die Kiosk-Miete beim besten Willen keine Reichtümer anhäufen lassen. In der Vergangenheit war es immerhin gelungen, über den Pachtzins ein Darlehen abzutragen, das der Verein einst aufgenommen hatte, um der Stadt das inzwischen hellblau gestrichene Gebäude abzukaufen. Mit der letzten Mietzahlung (vor zwei Jahren) konnte nach Angaben von Stefan Hirschfelder die letzte Darlehensrate getilgt werden, dann stand das Häuschen - Ironie des Schicksals - erst einmal leer. Bevor der neue Pächter einzog, musste erst einmal einiges instandgesetzt werden - um das Gebäude überhaupt anbieten zu können.

Ein halbes Jahr (Vor)-Arbeit 

Als es um die Ausführung der Arbeiten ging, konnte die Interessengemeinschaft auf die im Viertel ansässigen Handwerker zählen: Die Sanierung nahmen jene auf ihre eigene Kappe und investierten jenseits ihrer Geschäftszeiten etliche Arbeitsstunden. Etwa ein halbes Jahr habe es unter dem Strich gedauert, um den Kiosk wieder auf Vordermann zu bringen. Das räumte der IG-Vorstand kürzlich im Rahmen eines Meetings ein, zu dem man die Helfer eingeladen hatte. Der neue Pächter servierte zur Feier des Tages Kostproben aus seinem Smörrebröd-Angebot und bestärkte den Verein so in der Überzeugung, den richtigen Mieter für den Kiosk gefunden zu haben.

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