Auf dem Lummenfelsen auf Helgoland erwacht so langsam wieder das Leben: Die Brutsaison hat begonnen. Foto: Rauch
Auf dem Lummenfelsen auf Helgoland erwacht so langsam wieder das Leben: Die Brutsaison hat begonnen. Foto: Rauch
Auf dem Lummenfelsen

Helgoland: Brutsaison der Basstölpel beginnt - doch es gibt ein Problem

12.05.2021

HELGOLAND. Auf dem Lummenfelsen auf Helgoland erwacht so langsam wieder das Leben: Die Brutsaison hat begonnen. Doch ein Problem bleibt weiterhin.

Die Brutsaison der Basstölpel auf Helgoland hat begonnen. Die ersten Basstölpeleier seien Mitte April entdeckt worden, sagte der ornithologische Schutzgebietsbetreuer des Vereins Jordsand auf Helgoland, Elmar Ballstaedt. Auch die anderen Vogelarten, die auf dem Lummenfelsen brüten, beginnen langsam mit dem Brutgeschäft. Es sei schön zu sehen, dass der Lummenfelsen nun wieder voller Leben sei, sagte Ballstaedt.

Nicht nur natürliches Nistmaterial

Doch Ballstaedt sieht auch Schatten: Weiterhin verbauen die Basstölpel, die in Deutschland nur auf Helgoland brüten, synthetische Fasern zusätzlich zu natürlichem Nistmaterial in ihre Nester. Dies sei nicht nur ästhetisch unschön, sondern habe Auswirkungen auf die Basstölpel, aber auch die Trottellummen, die nahe neben den Nestern am Felsen säßen. Eine gewisse Anzahl Vögel verstricke sich in den Plastikfasern und könne sich meist nicht mehr befreien, sagte Ballstaedt. Er untersucht in einem auf mehrere Jahre angelegten wissenschaftlichen Projekt das Ausmaß der Plastikverschmutzung in der Helgoländer Basstölpelkolonie und die Auswirkungen von Makroplastik auf Seevögel.

Viele Tiere gestorben

Auch das zweite Jahr Feldarbeit habe gezeigt, dass die Zahlen aus dem ersten Jahr keine Ausnahme bildeten, sagte Ballstaedt. So starben 2020 mit deutlich über 100 Tieren ähnlich viele Trottellummen wie 2019 sowie mit mehr als 60 Individuen mehr Basstölpel als 2019. Und auch in diesem Winter hätten sich erneut Trottellummen in den Fasern verstrickt. 35 Tiere seien gestorben, sagte Ballstaedt. "Somit setzte sich fort, was in den beiden Wintern davor schon aufgefallen war, dass ein nicht unerheblicher Teil der Trottellummen im Winter stirbt." (dpa)

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

Google News

Wenn Sie etwas googeln, bekommen Sie neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn Sie CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinterlegen, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Sie auf. Hier CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinzufügen.


CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Lesen Sie auch...
Kriminalität 

Dunkle Jahreszeit im Kreis Cuxhaven: 5 Mythen rund um Einbrüche - das müssen Sie wissen

KREIS CUXHAVEN. Einbrecher kommen im Schutz der Dunkelheit und die Videokamera schreckt sie schon ab? Hartnäckig halten sich gewisse Mythen rund um das Thema Einbruch und Sicherheit. Jetzt klärt die Polizeiinspektion Cuxhaven auf: Stimmt's - oder stimmt's nicht?

Schwimmbad

Ärger unter Schwimmern: Ist die Moor-Therme in Bad Bederkesa zu kalt?

BAD BEDERKESA. Die Moor-Therme in Bad Bederkesa ist in der ganzen Region beliebt. Die kühlere Wassertemperatur und weitere Maßnahmen sorgen aber für Verärgerung.

Unfall auf Kreisstraße

Frontal-Kollision im Kreis Cuxhaven: Frau eingeklemmt und schwer verletzt

BEVERSTEDT. Bei einer Frontal-Kollision im Kreis Cuxhaven ist eine Autofahrerin schwer verletzt worden. Auch ein weiterer Unfallbeteiligter kam ins Krankenhaus.

Bei "Aktenzeichen XY"

Cuxhavener Disco-Morde: Polizei mit neuer Theorie - viele neue Hinweise

KREIS CUXHAVEN. Weit über 100 Hinweise sind zu den als Anhalter- oder Disco-Morden bekannten Vermisstenfällen bei der Polizei in Cuxhaven eingegangen.