Das neue Kreuzfahrtschiff "Iona" bei der Fahrt auf der Ems. Die "Iona" ist mit 184.700 BRZ das größte bislang bei Meyer gebaute Schiff. Foto: Sina Schuldt/dpa
Das neue Kreuzfahrtschiff "Iona" bei der Fahrt auf der Ems. Die "Iona" ist mit 184.700 BRZ das größte bislang bei Meyer gebaute Schiff. Foto: Sina Schuldt/dpa
Kreuzfahrtschiff

"Iona" wird unter Corona-Bedingungen in Bremerhaven fertiggebaut

29.03.2020

BREMERHAVEN. Das neue Kreuzfahrtschiff "Iona" der Meyer-Werft darf unter strikten Schutzauflagen an der Columbuskaje in Bremerhaven weiter ausgerüstet werden.

Eine Vereinbarung zwischen den Behörden und der Werft sei am Donnerstag in Kraft getreten, sagte Hafenkapitän Andreas Mai. Die Arbeiten gingen reduziert weiter, teilte auch die Meyer-Werft in Papenburg an der Ems mit. Termine für Probefahrten gebe es noch nicht, sagte ein Sprecher. Es sei aber weiter geplant, das Schiff für bis zu 5200 Passagiere Anfang Mai der britischen Reederei P&O zu übergeben.

Wegen der Unwägbarkeiten in der Corona-Pandemie war die fast fertige "Iona" vergangene Woche früher als geplant über die Ems zur Nordsee geschleppt worden. In Eemshaven in den Niederlanden legte das größte je bei Meyer gebaute Schiff einen kurzen Stopp ein und kam am vergangenen Freitag in Bremerhaven an.

Dort führt Meyer üblicherweise letzte Arbeiten an den Kreuzfahrtriesen durch, was einen regen Verkehr Hunderter Menschen von und zum Schiff bedeutet. Angesichts der Epidemie verlangten die Hafenbehörde und der Hafenärztliche Dienst ein Konzept der Werft, wie die Arbeiten durchgeführt werden sollen. Dabei gab es sogar Berichte, dass Arbeitern verweigert worden sei, das Schiff zu verlassen. Dem widersprachen Hafenkapitän Mai und die Werft aber.

Nach der neuen Regelung schränkt die Werft den Pendelverkehr zwischen Papenburg und Bremerhaven ein. "Man versucht, die Fluktuation so gering wie möglich zu halten", sagte Mai. "Wir arbeiten hart und intensiv an vielfältigen Präventionsmaßnahmen an Bord und optimieren diese laufend", sagte Stephan Schmees von der Werft-Geschäftsleitung. (dpa)

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