Kiterin aus Cuxhaven surft auch mit Schildkröten in der Karibik
CUXHAVEN. Cux-Kiterin Eleen Schirmel verliebte sich im australischen Auslandsemester hoffnungslos in den Wassersport. Und in Berlin ins Kiten. In der neuen Podcast-Folge von "Auf Tauchgang" erzählt sie von ihrem Leben mit und im Wasser.
Cuxhaven. Ein hübsches weißes Haus mit Garten - und ein hölzernes Gartenhaus. Im Innern: Kitezubehör und Urlaubsstimmung. Willkommen im Zuhause von Kiterin Eleen Schirmel. Die begrüßt bereits im Eingangsbereich mit einem breiten Lächeln - und warmen Wollsocken. Seit Oktober wohnt sie hier mit ihrem Mann Jens. "Wir verwirklichen uns ein bisschen selbst, demnächst ist die Küche dran."
Schon jetzt strahlt ihr gemütliches Heim in Cuxhaven Wärme aus, im übertragenen und wortwörtlichen Sinn. Auch wenn der Winter ihr selbst nichts ausmacht: "Ich mag den Winter sehr, sehr gern. Ich mag die Jahreszeiten eigentlich alle", grinst die 36-Jährige. Nur für ihr liebstes Hobby, das Kiten, darf es gern etwas wärmer sein, vier Grad sei ihre Schmerzgrenze: "Vor allem im Winter ist die Luft total klar. Es ist einfach ganz ruhig und du kannst richtig gut abschalten." Da liege der Wernerwald beinah "mystisch" vor ihr, sagt die selbst ernannte "naturverliebte Selbstmacherin".
Hydrologin beim Landkreis
"Meine Freunde nennen mich auch liebevoll ,Kräuterhexe‘, weil ich immer die richtigen Kräuter für kleine ,Wehwehchen‘ habe." Wenn nicht im Garten oder auf der Yogamatte, findet man die Wahl-Cuxhavenerin so oft wie möglich auf dem Wasser. Ob in der Nordsee, gemeinsam mit Robben in Neuseeland oder bei einem Kite-Abenteuer mit Schildkröten bei Bonaire in der Karibik: "Ohne Wasser geht gar nicht", betont sie.
Ihre naturverbundene Art spürt man auch mit ihrem Job als Hydrologin beim Landkreis Cuxhaven - oder ihrer Art wie sie ihre Geschichten erzählt. Mit einem verträumten Blick in den Augen und einer begeisterten Art, die ansteckt: "Du gehst aufs Brett und vergisst alles um dich herum. Das ist ein Sport, der alle deine Sinne und alle deine motorischen Fähigkeiten beansprucht und dadurch hast du ein bis zwei Stunden auf dem Wasser, in denen du einfach an nichts denkst. Außer, dass du gerade in der vollen, coolen Natur bist."
Die Begeisterung für den Wassersport packte sie während ihres Auslandssemesters in Australien. "Zurück in Deutschland habe ich dann aber festgestellt, dass hier mit Surfen nicht viel ist", erzählt sie. Durch den Zufall - und zwei "Kumpels" in Berlin lernte sie den Kite-Sport kennen. "In Berlin gibt es so ein, zwei Seen, wo man das machen kann. Und dahin haben sie mich mal mitgenommen. Ich fand das total toll."
Kite-Kurs in Dänemark
Auf dem platten Land aufgewachsen, zog es sie später nach Itzehoe in Schleswig Holstein. "So schnell wie es ging und das Geld da war, habe ich dann einen Kurs gemacht, in Dänemark." Danach war sie vollends in den Wassersport verliebt. Die Liebe brachte sie später nach Cuxhaven. Ihr Mann nahm sie damals mit zu den "Cuxkiters". Heute ist sie dort die zweite Vorsitzende und Jugendbeauftragte.
"Letztens wurde ich von zwei meiner Kiteschüler ,Kite-Mum‘ genannt. Das ist total niedlich und geht runter wie Öl." Diese Dankbarkeit sei mit das Schönste an ihrem Hobby: "Das macht so viel mit einem - und dann macht es auch riesig Spaß, denen das zu zeigen." Ein besonderer Bonus für sie: "Wenn man jemandem etwas erklären muss, versteht man es auch selber nochmal viel besser." Ihr Wunsch für die Zukunft: Yoga zusammen mit Kite-Surfen anbieten, "für Urlauber, das könnte ich mir gut vorstellen".
Podcast-Folge mit Eleen
Noch mehr Kite-Abenteuer gefällig? Kiterin Eleen ist auch in der neuen Podcast-Folge von "Auf Tauchgang" zu Gast. Jetzt kostenfrei herunterladen, überall wo es Podcasts gibt - und auf www.cnv-medien.de/podcast.
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