Im Jahr 2005 wurde der Vogelbeobachtungsturm auf dem Deich südlich des Dorumer Kutterhafens gebaut. Seit drei Jahren darf er aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden. Nun soll er saniert werden. Foto: Leuschner
Im Jahr 2005 wurde der Vogelbeobachtungsturm auf dem Deich südlich des Dorumer Kutterhafens gebaut. Seit drei Jahren darf er aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden. Nun soll er saniert werden. Foto: Leuschner
Keine Alternative vorhanden

Aussichtsturm in Dorum wird saniert

von Redaktion | 16.12.2021

KREIS CUXHAVEN. Der Vogelbeobachtungsturm "Hochwasserrastplatz" thront an exponierter Stelle auf dem Seedeich südlich des Kutterhafens in Dorum-Neufeld. Nachdem er mehrere Jahre lang nicht genutzt werden konnte, soll er nun saniert werden.

Die Gemeinde Wurster Nordseeküste rechnet mit Kosten in Höhe von rund 132 000 Euro. Eine Alternative zur Sanierung, betont Kurdirektorin Sandra Langheim, gibt es nicht. Insbesondere dürfe der Pavillon nicht abgerissen werden. 

Morsche Plattform und tragende Balken

Bei einer Routinekontrolle im Herbst 2018 hatte ein Fachplaner festgestellt, dass die beim Neubau gewählte Lärchenholzkonstruktion des Turmes unbrauchbar geworden sei, berichtete Langheim den Mitgliedern des Tourismusausschusses der Gemeinde. Der Holz-Umlauf des auf der Plattform befindlichen Beobachtungshäuschens sei morsch, der Belag sowie die darunter befindliche tragende Balkenlage verrottet. Der Turm wurde daraufhin aus Verkehrssicherungsgründen gesperrt.

Fünf Hektar für Kompensation

Gebaut worden war die Anlage 2005. Neben der damaligen Samtgemeinde Land Wursten hatte sich auch der Deichverband Land Wursten seinerzeit am Bau des Turmes beteiligt. Insgesamt 35 Hektar Außendeichflächen wurden als Ersatz- und Ausgleichsflächen für Eingriffe von bereits durchgeführten bzw. für die Zukunft geplanten Eingriffen im Bereich des Küstenschutzes der ehemaligen Samtgemeinde Land Wursten angerechnet. Von diesen 35 Hektar stellt der Deichverband der Gemeinde fünf Hektar für eigene Kompensationen zur Verfügung.

Keine Möglichkeit Bauruine abzureißen

"Mit dieser vertraglichen Vereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Deichverband geht auch eine dauerhafte Erhaltung des Turmes und eine Unterhaltungspflicht seitens der Gemeinde einher", erläuterte Langheim. Aus diesem Grund gebe es auch nicht die Möglichkeit, die Bauruine ersatzlos abzureißen. Wenn der Turm nicht sanierungsfähig gewesen wäre, hätten Gemeinde und Deichverband gemeinsam einen neuen Vogelbeobachtungsturm errichten müssen.

Beständigere Materialien für längere Lebensdauer

So massiv sind die Schäden aber nicht. Mit Ausnahme der Plattform und der darunter befindlichen Holzkonstruktion ist das Holzhäuschen auf der Trägerkonstruktion laut Langheim noch intakt. Um die Lebensdauer des Turmes zu erhöhen, soll zukünftig auf beständigere Materialien zurückgegriffen werden. Wie schon an der Dorum-Neufelder Bäderbrücke, die zum Leuchtturm Obereversand führt, sollen als Bodenbelag des Turmumlaufs spezielle salzwasserbeständige Gitterroste zum Einsatz kommen. Die neue Unterkonstruktion des Turmes hingegen soll aus Stahl bestehen.

Eigenanteil der Kosten beträgt vermutlich nur 40 Prozent

Die Materialien sind es nach Auskunft Langheims auch, die die Sanierung so teuer machen. Die Gemeinde geht jedoch davon aus, dass der Eigenanteil der auf 132000 Euro geschätzten Gesamtkosten lediglich 40 Prozent (52800 Euro) betragen wird. Das Amt für regionale Landesentwicklung (ARL) habe der Kommune eine Förderfähigkeit aus LEADER-Mitteln über 60 Prozent der Investitionen in Aussicht gestellt.

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