Bei einem Feuer in einem ehemaligen Hotel in Fredenbeck (Kreis Stade), das derzeit als Asylbewerberunterkunft genutzt wird, ist in der Nacht zu Freitag ein 25-jähriger Mann ums Leben gekommen. Foto: Polizei
Bei einem Feuer in einem ehemaligen Hotel in Fredenbeck (Kreis Stade), das derzeit als Asylbewerberunterkunft genutzt wird, ist in der Nacht zu Freitag ein 25-jähriger Mann ums Leben gekommen. Foto: Polizei
Brand in Fredenbeck

Kreis Stade: Mann stirbt bei Feuer in ehemaligem Hotel in Fredenbeck

19.06.2020

FREDENBECK. Bei einem Feuer in einem ehemaligen Hotel, das derzeit als Asylbewerberunterkunft genutzt wird, ist in der Nacht zu Freitag in Fredenbeck (Kreis Stade) ein Mann ums Leben gekommen.

Wie die Polizei Stade mitteilte, wurde ein aufmerksamer Nachbar gegen 1.30 Uhr am frühen Freitagmorgen durch das Bellen seiner Hunde geweckt und hatte dadurch das Feuer auf der gegenüberliegenden Straßenseite entdeckt. Als die ersten der insgesamt rund 80 eingesetzten Feuerwehrleute der Ortswehren Fredenbeck, Mulsum, Deinste, Kutenholz und Wedel das ehemalige Hotel erreichten, das derzeit als Asylbewerberunterkunft genutzt wird, stand ein Zimmer im Kellergeschoss bereits in Vollbrand. Zudem hatte sich dichter Rauch im gesamten Keller ausgebreitet.

Junger Mann stirbt bei Feuer im Kreis Stade

Unter schwerem Atemschutz konnten die Feuerwehrleute den Brand dann bekämpfen und löschen, bevor er sich auf den Rest des Gebäudes ausbreiten konnte. Fünf Bewohner des Hauses hatten sich bereits ins Freie gerettet, sie blieben bei dem Brand unverletzt. 

Fünf Personen retten sich ins Freie

Bei den Löscharbeiten fanden die Feuerwehrleute dann einen sechsten jungen Mann in einem Gemeinschaftskellerraum leblos auf. Vermutlich hatte er bei seiner Flucht aus dem Gebäude den Ausgang nicht gefunden und sich dann in dem Raum aufgehalten. Trotz aller Bemühungen des Rettungsdienstpersonals und der beiden eingesetzten Notärzte konnten der 25-Jährige nicht wiederbelebt werden, er verstarb noch am Brandort.

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Großeinsatz in Fredenbeck

Durch die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle wurde die Alarmstufe "Massenanfall von Verletzten" ausgelöst, da zu Beginn nicht bekannt war, wie viele Personen sich in dem Haus aufhalten. Daher rückten acht Rettungswagen, zwei Notärzte sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Landkreises rückten nach Fredenbeck an.

Haus ist vorübergehend unbewohnbar

Das Gebäude ist vorläufig unbewohnbar, die restlichen derzeitigen Bewohner wurden zunächst im nahegelegenen Rathaus betreut und werden am Freitag von der Samtgemeinde anderweitig untergebracht. Der Gesamtschaden wird vorläufig auf mindestens 150.000 Euro geschätzt.

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Polizeibeamte aus Stade und Tatortermittler nahmen vor Ort bereits die ersten Ermittlungen zur Brandursache auf, derzeit ist der Grund des Ausbruchs des Feuers noch ungeklärt. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen bisher nicht vor. Genaue Ergebnisse werden erst nach den Recherchen der Brandexperten der Polizeiinspektion Stade erwartet, die in den kommenden Tagen anlaufen werden.

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