Mitten im Hotspot: So geht die Süderwischschule mit der Coronasituation um
CUXHAVEN. Die Corona-Pandemie ist in Süderwisch besonders schwer in den Griff zu bekommen, die Süderwischschule bekommt die Maßnahmen hautnah mit und hat ihren eigenen Umgang mit der Situation gefunden.
Schulstart und gleich in Corona-Quarantäne - begeistert sei davon natürlich keine Familie, erzählt Sandra Marczyschewski, Leiterin der Süderwischschule. Online-Unterricht wie zu Corona-Zeiten ist für solche Fälle nicht vorgesehen, schließlich ist für die Schulen Normalbetrieb angeordnet, aber sie könne doch einiges dafür tun, dass die Kinder und Jugendlichen nicht gleich den Abschluss verlören, so die Schulleiterin.
Schule erste Anlaufstelle
Um ein noch höheres Ausbruchsgeschehen zu verhindern, sei es sogar sehr sinnvoll gewesen, dass insbesondere die Kinder, die direkt aus dem Urlaub in ihren Herkunftsländern kamen, zunächst zu Hause bleiben mussten. Die Eltern hätten diese Situation ganz gut bewältigt und sich hierfür in der Schule Rat geholt.
Auch, wenn Testergebnisse zu Hause plötzlich positiv ausfielen, sei die Schule oft erste Anlaufstelle: "Wir müssen das natürlich melden, aber wir erklären auch, was jetzt zu tun ist."
Schulalltag stabilisiert
Die Einstiegswoche hätten betroffene Kinder unweigerlich verpasst, aber der Schulserver iServ ermögliche es ihnen, dort eingestellte Aufgaben online zu erledigen: "Das ist schon sehr hilfreich, um gerade bei Deutsch und Mathe wieder hineinzukommen", sagt Sandra Marczyschewski. Weitere Lernzettel erreichten die Kinder und Jugendlichen über die Briefkästen.
Ansonsten habe sich der Schulalltag unter Corona-Bedingungen stabilisiert: "Unsere Schulsozialarbeiterin steht zwar jeden Morgen eine Stunde draußen, aber dieser Aufwand hat sich auch gelohnt."
Jetzt drei Tests wöchentlich
In den ersten zwei Schulwochen (bis zum 10. September) musste wie in ganz Niedersachsen jeden Morgen ein Schnelltest gemacht und zusammen mit dem Bestätigungsschreiben der Eltern mitgebracht werden. "War das nicht der Fall, wurde telefoniert."
Ab dieser Woche sind jeweils der Montag, der Mittwoch und der Freitag als Testtage festgelegt. Am Kohortenprinzip (Festlegung von Gruppen, die sich möglichst nicht begegnen sollen) hält die Süderwischschule fest und richtet sich dabei an den Jahrgängen (immer zwei Jahrgänge) aus. Bis zu 120 Schülerinnen und Schüler sind pro Kohorte erlaubt.
Ganztagsbetrieb wieder aufgenommen
So werden auch seit dieser Woche wieder die Mahlzeiten in der Mensa morgens und mittags organisiert. Der Ganztagsbetrieb ist ebenso an diesem Montag wieder aufgenommen worden.
Sandra Marczyschewski ergänzt, dass es an ihrer Schule auch schon durchgeimpfte Schülerinnen und Schüler gebe. (mr)
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