Neues Fahrzeug hilft der Seemannsmission Cuxhaven bei der Arbeit
CUXHAVEN. Am 25. Juni ist der "Internationale Tag der Seefahrer". An diesem Tag soll an die Männer und Frauen gedacht werden, deren Arbeit unverzichtbar für die globale Wirtschaft ist.
Die immer noch andauerende Corona-Pandemie stellt alle Seeleute weiterhin vor unvorstellbare Herausforderungen und Arbeitsbedingungen. Besatzungswechsel sind schwer durchzuführen und nicht in allen Häfen möglich. Auch der Landgang im Zielhafen ist in den meisten Ländern unvorstellbar. Hier hilft die Seemannsmission Cuxhaven mit ihrer neuen Errungenschaft.
Landgang ist ein Highlight
Das Gefühl, nach einer langen Seereise endlich wieder Land zu sehen, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Für Seeleute ist die Zeit in den Häfen immer etwas Besonderes. An Bord gibt der Seemann immer 100 Prozent. Die Besatzungen arbeiten Hand in Hand, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Auf einem Schiff ist 24 Stunden Betrieb, was dazu führt, dass die Hafenaufenthalte und die freie Zeit an Land die einzigen Möglichkeiten sind, ein kleines bisschen normalen Alltag zu erleben oder eine neue Gegend zu entdecken. Dieses Gefühl teilen alle Seeleute, ob sie von den Philippinen, aus Russland oder der Ukraine kommen, der Landgang ist jedes Mal ein Highlight. Noch schöner ist es nur, wenn es jemanden in den Häfen gibt, der sich um die Menschen kümmert.
Hauptaufgaben der Seemannsmission
Die Seemannsmission ist weltweit vertreten und stellt sicher, dass es dem Seemann an nichts fehlt. So auch hier in Cuxhaven. Die Seemannsmission in Cuxhaven unterstützt die Seeleute bei ihrem Landgang und sorgt dafür, dass Selbstverständliches wie der Einkauf in einem Supermarkt möglich ist. Eine der Hauptaufgaben der Seemannsmission besteht darin, die Kommunikation in der Gemeinschaft oder in die Heimat zu ermöglichen. Filipinos, Ukrainer, Inder, Russen, Polen und viele weitere Nationalitäten, die in den Club in den Grünen Weg kommen, sind vorrangig damit beschäftigt, mit ihren Familien Kontakt aufzunehmen. "Das ist an Bord oft nicht möglich oder sehr teuer", erklärt der Leiter der Seemannsmission, Martin Struwe.
Ein neues Fahrzeug
Doch um die Einkaufstouren oder Besuche an Bord möglich zu machen, braucht jede Seemannsmission auch Fahrzeuge. Der alte Bus der Seemannsmission in Cuxhaven konnte aufgrund eines Totalschadens nicht mehr eingesetzt werden. Es musste schnell eine Alternative her. Oliver Fuhljahn von Rhenus Cuxport hatte eine Idee.
Förderverein
Fuhljahn, der sonst für die Entwicklung des Automobil- und Ro-Ro-Verkehrs zuständig ist, ist auch im Vorstand des Fördervereins der Seemannsmission tätig. Ebenso im Vorstand ist der Vorsitzende Ulrich Getsch, Heinrich Brüggemann und Dirk Homann. Sie haben bei der Gründung des Vereins beschlossen, die Seemannsmission finanziell zu fördern. "Es ist wichtig, dass es den Seeleuten hier bei uns in Cuxhaven gut geht", sagt Getsch bei der Übergabe des neuen Fahrzeugs.
Oliver Fuhljahn war es besonders wichtig, dass der neue Bus zeigt, welche Arbeit von den Mitarbeitern hier in Cuxhaven geleistet wird. "Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte", sagt Fuhljahn.
Rückfahrassistent
Und auch ein Rückfahrassistent ist in dem neuen Fahrzeug verbaut. "Das war ein wichtiges Kriterium für den Kauf, damit auch in Zukunft keine Poller im Hafen übersehen werden", erzählt Struwe und lacht. "Unsere Arbeit ist oft unsichtbar; mit dem neuen Auto kann jeder sehen, für wen wir unterwegs sind. Das Auto gehört eigentlich gar nicht uns, es gehört den Seeleuten", sagt Struwe und freut sich über das vorzeitige Geschenk zum Tag der Seefahrer.