"Nige Wark": Die Insel Neuwerk hat ein eigenes Arbeitsschiff
CUXHAVEN. Hamburg betreibt eigenes Arbeitsschiff für die Insel Neuwerk unter dem Namen "Nige Wark". Das Besondere: Es hat nur 90 Zentimeter Tiefgang.
Wer die Insel Neuwerk ansteuern will, braucht vor allem eines: ein Schiff mit geringem Tiefgang. Selbst bei Hochwasser reicht die Wasserstiefe am sogenannten Staatsanleger sonst nicht. Darauf hat sich Hamburg mit ihrem neuen Inselversorger eingestellt.
Traditionsname bleibt erhalten
Betrieben wird die neue "Nige Wark" unter eben jenem Traditionsnamen, den schon der Vorgänger fast 50 Jahre an seinem Bug geführt hatte. Die alte "Nige Wark" (Baujahr 1964) fährt nach der Versteigerung für ein Hamburger Privatunternehmen. Seitdem bedient sich die "Flotte Hamburg GmbH & Co. KG" dem zunächst über einige Jahre gecharterten wattgängigen Versorgungsschiffes "Coastal Explorer".
Schiff wurde umlackiert
Inzwischen ist das Schiff in den eigenen Bestand übernommen, in blau umlackiert und auf den Namen "Nige Wark" umgetauft worden. Das hochseefähige Schiff wurde im einheitlichen Design der "Flotte Hamburg" lackiert. Der Inselversorger transportiert im Auftrag der Hamburg Port Au-thority (HPA) Materialien und Arbeitsgeräte zwischen dem Basishafen Cuxhaven und der Insel. Die bisherige "Nige Wark" hatte Neuwerk seit den 1960er-Jahren bis zu ihrer Außerdienststellung 2016 versorgt. Die HPA ist auf der Insel Neuwerk unter anderem zuständig für die Instandhaltung der Straßen, Plätze, Wattwege, das Leitungsnetz, den Küsten- und Hochwasserschutz sowie die Versorgung der Neuwerker Bevölkerung mit Heizöl. Für diese Aufgaben benötigt die HPA ein leistungsfähiges Versorgungsschiff zum Transport von Material, Fahrzeugen und Personen.
Umweltschonender Treibstoff
Die "Nige Wark" wird wie alle Schiffe der "Flotte Hamburg" ausschließlich mit dem umweltschonenden Treibstoff GTL (Gas to Liquid) betrieben, der auf Initiative der "Flotte Hamburg" nun erstmals in Cuxhaven gebunkert werden kann. "In Hamburg sind wir mit unseren Wasserfahrzeugen bereits Vorreiter bei der Nutzung von GTL", sagt Christopher Braun, Geschäftsführer des Unternehmens. Und weiter: "Jetzt ist es unser Ziel, dieses umweltfreundliche Produkt auch im Wattenmeer zu etablieren."
GTL biologisch abbaubar
Neben der "Nige Wark" nutzen ab sofort auch die in Cuxhaven stationierten und von der Flotte Hamburg betriebenen Polizeischiffe "WS1" und "WS2" den Treibstoff. GTL ist praktisch frei von Schwefel und Aromaten, leicht biologisch abbaubar, nicht toxisch, nicht krebserregend und weniger wassergefährdend.