Hans-Jürgen Wendt erhielt 8,78 Prozent der Wählerstimmen. Foto: Lütt
Hans-Jürgen Wendt erhielt 8,78 Prozent der Wählerstimmen. Foto: Lütt
Wahlen

OB-Kandidat Wendt erringt einen Achtungserfolg

27.05.2019

CUXHAVEN. Eine "Begegnung auf Augenhöhe" hatte Hans-Jürgen Wendt den Cuxhavener Bürgerinnen und Bürgern versprochen, falls sie ihn zum neuen Oberbürgermeister wählen würden.

Diese Begegnung wird nun aber nicht stattfinden: Mit einem Anteil von 8,78 Prozent hat der Altenbrucher die Wahl gegen Uwe Santjer und Harald Zahrte verloren.

Dabei hatte der 54-Jährige seine Chancen zuvor relativ positiv eingeschätzt, trotz der "jahrelangen politischen Erfahrung" seiner beiden Mitstreiter. "Politik muss eben auch für die kleinen Leute da sein, und weil ich selbst zu ihnen gehöre, halte ich mich für den richtigen Kandidaten", so der Handwerksunternehmer und Baugutachter vor der Wahl.

Und tatsächlich: Für einige Zeit sah es danach aus, als fungiere der parteilose Kandidat als Zünglein an der Waage: So erreichte der 54-Jährige zwischenzeitlich über zehn Prozent der Stimmen. Weil für den Sieg eine absolute Mehrheit erforderlich ist, hätte den beiden anderen Kandidaten Santjer und Zahrte somit eine Stichwahl gedroht. Letztendlich setzte sich jedoch Uwe Santjer durch - sehr zur Freude von Wendt. "Das ist ein tolles Ergebnis. Ich finde Herrn Santjer sehr sympathisch, und ich wünsche ihm alles Gute und ein glückliches Händchen."

"Freue mich für Santjer"

Er hoffe, dass der neue Oberbürgermeister seinen Job gut mache und in Cuxhaven etwas verändern könne. Wendt hatte sich vor der Wahl "aktive Bürgerbeteiligung und mehr politische Transparenz" auf die Fahnen geschrieben und wollte einen Schlussstrich unter die aktuelle Politik setzen.

"Das ist ja nicht so dolle", reagierte Wendt, mit dem Wahlergebnis konfrontiert. Den Grund für seine Niederlage sieht er in seiner Rolle als Alleinkämpfer. "Mit einer Partei im Rücken wäre es bestimmt etwas leichter gewesen. So gesehen ist das Ergebnis ja eigentlich gar nicht so schlecht." Komplett zurückziehen aus der Politik will sich der 54-jährige Altenbrucher aber nicht. "Ich muss mal sehen, was ich mache, aber weiterhin politisch engagieren möchte ich mich schon, denn: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt."

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