Rotlichtviertel in Bremerhaven: 400.000 Euro bei Razzia sichergestellt
BREMERHAVEN. Etwa 400.000 Euro haben Steuerfahnder bei einer Razzia im Rotlichtviertel rund um die Lessingstraße in Bremerhaven am Dienstagabend sichergestellt.
Die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt wegen Steuerhinterziehung. Das berichtet die Nordsee-Zeitung.
Wohnungen durchsucht
Im Verfahren gebe es drei Beschuldigte: zwei Männer und eine Frau. Die Verdächtigen vermieten Modellwohnungen in Bremerhaven, in denen Prostituierte arbeiten. Um Beweismaterial sicherzustellen, wurden mehrere Wohnungen von Steuerfahndern durchsucht, die von den Verdächtigen oder ihren Mietern genutzt werden.
Weitere Beweismittel?
Ob noch weitere Beweismittel beschlagnahmt wurden, konnte Oberstaatsanwalt Frank Passade noch nicht sagen. "Nächste Woche wissen wir mehr", sagte er am Donnerstag.
Vermieter verdächtigt
Die Ermittlungen richteten sich ausschließlich gegen die Vermieter, die Prostituierten seien lediglich als Zeugen vernommen worden. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Frank Passade. Auch Wohnungen von Beschuldigten in den Niederlanden seien durchsucht worden.
Lessingstraße abgeriegelt
Gegen 19 Uhr war am Dienstag ein Polizeiwagen nach dem anderen über die Hafenstraße in Richtung Rotlichtmeile gefahren. Innerhalb kürzester Zeit waren alle Wege in die Lessingstraße abgeriegelt. Weit mehr als 200 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Die Bremerhavener und Bremer Polizei war mit 130 Kräften an der Razzia beteiligt.
Von Maria Sandig