Pastorin Sabine Badorrek hat den Ortsteil Groden und die Einwohner im Laufe der Jahre schätzen gerlernt. Foto: Witthohn
Im Interview

Pastorin in Groden: Dieser Punkt ist eine Art Ortskern

von Herwig V. Witthohn | 10.08.2022

GRODEN. Als Pastorin der St. Abundus Kirche hat man die Ohren nah am Puls der Gemeinde und bekommt so auch Sorgen und Nöte der Grodenerinnen und Grodener mit.

Pastorin Sabine Badorrek ist gebürtige Bremerhavenerin, kam jedoch bereits 1997 nach Cuxhaven, wo sie zunächst als Pastorin in Lüdingworth tätig war. Seit 2014 ist sie die Pastorin in der Grodener St. Abundus Kirche. Sie ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Mit ihrem Gatten Mario lebt sie in Lüdingworth. Sie fährt gerne Fahrrad, liebt es, in der freien Natur unterwegs zu sein und fotografiert gerne.

Frau Badorrek, wie wohl fühlten und fühlen Sie sich in ihrem Wirkungskreis Groden?

"Früher habe ich die Menschen in Groden als etwas distanzierter wahrgenommen. Seit ich die Pastorin für Groden bin, habe ich nicht nur die schöne St. Abundus-Kirche zu schätzen gelernt, sondern auch den Ortsteil und vor allem die Menschen. In Groden verläuft vieles optimal. Wenn man um Hilfe ruft, bekommt man sofort Unterstützung. Doch vieles ist auch Personenabhängig. Einige haben Visionen und setzen diese auch um. Da nenne ich mal die Aktion 3000 Schritte als ein Beispiel. Doch bei kreativen Ideen und deren Umsetzung gibt es durchaus noch etwas Luft nach oben."

Ist das Angebot in Groden attraktiv genug, um hier wohnen zu bleiben, vor allem für jüngere Menschen?

"Intuitiv würde ich sagen wohl eher nicht. Sport spricht viele an, da ist Groden gut aufgestellt. Aber viele junge Grodener ziehen ja auch weg. Was kein Groden-typisches Problem, sondern auch ein Cuxhavener Problem sein dürfte."

Was glauben Sie: Wie wird Groden in zehn Jahren aussehen?

"Ich denke, Groden wird ähnlich aussehen, wie jetzt. Natürlich wird sich im Gewerbebereich noch einiges tun. Da wird Groden sich sicherlich weiter entwickeln. Vielleicht wird es ja ein Neubaugebiet geben, aber groß verändern wird sich die Wohnsituation in Groden eher nicht. Da Groden nah an der Stadt dran ist, wird sich hoffentlich die Situation für Fahrradfahrer weiter verbessern. Das würde ich mir wünschen."

Wie zufrieden sind Sie mit dem Engagement Ihrer Mitbürger hier in Groden?

"In Groden gibt es engagierte Menschen. Ich denke da natürlich sofort an die Vereine und an den Bürgerrat. Ansonsten muss man doch viel anschieben, dann zieht Groden aber auch mit. Viele sagen, dass etwas im Ortsteil gemacht werden sollte. Da stimme ich sehr gerne zu, wünsche mir aber, dass gerade die Menschen, die das äußern, sich einbringen."

Was gefällt Ihnen am besten in Groden? Was am schlechtesten im Ortsteil Groden?

"Am besten gefällt mir tatsächlich der CAP-Markt, der eine Art Ortskern von Groden geworden ist. Denn ein richtiger Ortskern, wo sich die Grodener treffen können, der fehlt. Kritisch beurteile ich die Parkplatzsituation am Sportplatz/Schule/Kindergarten. Da muss was gemacht werden."

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Herwig V. Witthohn

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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