Tempolimit für Elbfähre testweise aufgehoben
CUXHAVEN. Die Elbferry hat grünes Licht erhalten, die Fähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel mit mehr als den erlaubten 15 Knoten Geschwindigkeit einzusetzen. Allerdings ist das zunächst nur eine vorläufige Erlaubnis.
Die Elbferry GmbH darf den Fährbetrieb zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel vorläufig aufnehmen. Das ist das Ergebnis einer Übereinkunft zwischen dem Geschäftsführer der Fährgesellschaft, Heinrich Ahlers, und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. "Wir dürfen anfangen", sagte Ahlers gegenüber unserer Zeitung.
Eine generelle Ausnahmegenehmigung vom kürzlich erlassenen Tempolimit von 15 Knoten für Schiffe mit mehr als 90 Meter Länge auf der Elbe ist damit allerdings noch nicht erteilt. Aber: "Wir haben sowohl von der Bundesbehörde als auch vom Bundesverkehrsministerium Unterstützung für unser Anliegen zugesichert bekommen", so Ahlers.
Im Testbetrieb solle die von Elbferry für die Linie vorgesehene Fähre, die 130 Meter lang ist, zeigen, ob sie mit ihrem Schwall Uferschäden verursachen könnte oder nicht. Die norwegische LNG-Fähre "Fanafjord" hat einen Tiefgang von nur 4,60 Metern und ein Gewicht von etwa 4000 Tonnen. Aus Ahlers Sicht völlig unbedenklich. Zudem: "Bei der im Planfeststellungsbeschluss für die Elbvertiefung geregelten Geschwindigkeitsbeschränkungen sind Schiffe, die die Elbe nur queren wollen, gar nicht berücksichtigt worden. Man hat nur die durchfahrenden Schiffe im Blick gehabt."
Das Problem für die Elbferry GmbH ist derzeit jedoch: Die Fähre steht noch nicht zur Verfügung. Die Investoren haben ihre Zustimmung zum Kauf der "Fanafjord" noch nicht erteilt. "Wir warten noch auf das OK", so Ahlers. Allerdings werde das Schiff gegenwärtig nach wie vor auf einer Fährlinie in Südnorwegen eingesetzt.
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