Vögel auf Helgoland: Nicht für alle Arten ein gutes Jahr
HELGOLAND. Auf dem Lummenfelsen auf Helgoland kehrt langsam Ruhe ein. Die Brutsaison ist weitgehend beendet. Für Basstölpel und Lummen beispielsweise war es eine gute Brutsaison. Andere Vogelarten hatten hingegen erneut mit einem Rückgang der Brutpaare zu kämpfen.
Die Brutsaison am Lummenfelsen auf Helgoland ist weitgehend abgeschlossen. "Die letzten Basstölpelküken sitzen noch im Felsen, werden aber auch bald ausfliegen", sagte der ornithologische Schutzgebietsbetreuer des Vereins Jordsand auf Helgoland, Elmar Ballstaedt, der Deutschen Presse-Agentur.
Dabei hat sich der Trend der vergangenen Jahre bei den Brutvögeln auf den Klippen fortgesetzt: So nimmt die Zahl der Basstölpel, Trottellummen und Tordalk zu oder bleibt relativ stabil. Die Zahl der Brutpaare bei Eissturmvogel und Dreizehenmöwe nehmen hingegen weiterhin ab. "Im nun dritten Jahr hat die Trottellumme die Dreizehenmöwe als häufigster Brutvogel in den Klippen abgelöst", sagte Ballstaedt.
Neuer Rekord bei Lummensprung
Beim Lummensprung sei mit mehr als 600 beringten Junglummen wieder ein neuer Rekord erzielt worden. Die Beringung der Lummen erfolgt durch die Vogelwarte Helgoland. Die Zahl der Brutpaare bei den Trottellummen lag in diesem Jahr bei 4726, nach 4243 im Jahr 2020 und 4050 Paaren im Jahr davor erneut ein Rekordjahr.
Auch die Zahl der Basstölpelbrutpaare erhöhte sich von 1289 im vergangenen Jahr auf 1458. Die Tordalkpaare blieben mit 84 Paaren im Vergleich zu 2020 mit 79 Paaren und ebenfalls 84 Paaren im Jahr 2019 relativ konstant. "Es war also ein gutes Jahr für Basstölpel, Trottellumme und Tordalk", sagte Ballstaedt.
Rückgang bei Eissturmvogel und Dreizehenmöwe
Für Eissturmvogel und Dreizehenmöwe fällt die Bilanz nicht ganz so gut aus. So verringerte sich die Zahl der Brutpaare bei den Dreizehenmöwen erneut auf 3195, nach 3695 im vergangenen Jahr und 3871 im Jahr 2019.
Die Zahl der Eissturmvogelpaare reduzierte sich ebenfalls erneut. 2019 brüteten noch 38 Paare am Lummenfelsen, 2020 waren es 31 und in diesem Jahr nur noch 25. Für den Rückgang gibt es laut Ballstaedt mehrere Gründe. So haben Eissturmvögel unter anderem mit der Nahrungsaufnahme durch Plastik zu kämpfen und die Dreizehenmöwen mit der Nahrungsverfügbarkeit. (dpa)
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