Hafenarbeiter stehen auf einer Streikversammlung in Bremerhaven. Foto: Markus Scholz/dpa
Hafenarbeiter stehen auf einer Streikversammlung in Bremerhaven. Foto: Markus Scholz/dpa
Nichts geht mehr

Warnstreik der Hafenarbeiter lähmt den Hafen in Bremerhaven

23.06.2022

BREMERHAVEN. Ein 24-stündiger Warnstreik der Hafenarbeiter hat nach Gewerkschaftsangaben neben Hamburg auch den zweitgrößten deutschen Containerhafen Bremerhaven gelähmt.

"Der Hafen steht still", sagte Verdi-Sekretär Markus Westermann. Der Ausstand habe mit der Frühschicht am Donnerstag um 6 Uhr begonnen. Er rechne damit, dass sich 2500 Hafenarbeiter und -arbeiterinnen aller drei Schichten daran beteiligten. Bestreikt wurde sowohl die Containerabfertigung wie die Be- und Entladung von Autofrachtern.

Auch in der Stadt Bremen und den niedersächsischen Häfen Brake, Wilhelmshaven und Emden legten die Belegschaften den Angaben zufolge fast komplett die Arbeit nieder. "Der Betrieb steht still", sagte ein Verdi-Sprecher in Wilhelmshaven. "Die Frühschicht ist komplett vors Werkstor gezogen und dem Streikaufruf gefolgt", hieß es in Brake. In Emden wurden Autofrachter nicht abgefertigt. In Bremen streikten etwa 90 Mitarbeiter im Stückguthafen Neustädter Hafen.

Trotz vier Verhandlungsrunden haben Verdi und der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) keine Einigung für die rund 12.000 Beschäftigten erzielen können. Die Gewerkschaftsforderungen summieren sich auf einen Zuschlag von 14 Prozent. Das Angebot der ZDS läuft den Angaben zufolge auf ein Plus von 11 Prozent hinaus. (dpa)

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Lesen Sie auch...
Elbvertiefung

Flusstiefe reicht nicht aus: Notfahrpläne für große Schiffe auf der Elbe

von Redaktion

KREIS CUXHAVEN. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat eingeräumt, dass die vorgesehene Flusstiefe auf der Elbe nicht gewährleistet werden kann, sich die Schlickprobleme verschärft haben und die gebaggerten Böschungen unter Wasser immer wieder einbrechen.

Elbvertiefung

Cuxhavener Schifffahrtsexperte empört: "Havarierisiko ist unverantwortlich"

von Ulrich Rohde

KREIS CUXHAVEN. Ein Schifffahrtsexperte aus Cuxhaven kritisiert: Unrealistische Vorgaben in der Planfeststellung für die Elbvertiefung führen zu enormen Problemen.

Kostet Hunderte Millionen

Wann startet Hafenausbau in Stade: N-Ports gibt klare Aussage

STADE. Wann geht es mit dem 200 Millionen Euro teuren Ausbau des Stader Seehafens weiter? Die Frage trieb viele Insider um. Bis jetzt. Auf Nachfrage gab es von Hafenbetreiber N-Ports eine klare Aussage, die die Stader freuen wird.

Energiewende

Cuxhaven spielt entscheidende Rolle bei geplanter Errichtung riesiger Offshore-Parks

von Ulrich Rohde

KREIS CUXHAVEN. Die Energiekrise lässt derzeit die Bundesministerien rotieren. Insbesondere das Wirtschaftsministerium ist hier gefragt - und auch sein Parlamentarischer Staatssekretär Stefan Wenzel (Grüne). Er gewährt einen Einblick in die Pläne.