Der scheidende Kommandeur der Technischen Gruppe beim MFG 3, Fregattenkapitän Sascha Siemer (46). Foto: Bundeswehr
Der scheidende Kommandeur der Technischen Gruppe beim MFG 3, Fregattenkapitän Sascha Siemer (46). Foto: Bundeswehr
Kommandeur gibt Kommando ab

Wechsel bei Nordholzer Marinefliegern: Staffelübergabe im Internet

07.10.2020

NORDHOLZ. Der scheidende Kommandeur der Technischen Gruppe beim MFG 3, Fregattenkapitän Sascha Siemer, gibt das Kommando vom "Atalanta"-Einsatz in Afrika aus ab.

Das Personalkarussell bei den Marinefliegern hat sich gedreht. So hat das Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" einen neuen Kommandeur für die Technische Gruppe. Im Marinefliegergeschwader 5 fand der Stellenwechsel in der Technischen Staffel NH-90 statt.

Es war eine ungewöhnliche Kommandoübergabe, die jetzt unter "Corona-Bedingungen" bei den Nordholzer Marinefliegern stattfand, denn es fehlte der scheidende Kommandeur der Technischen Gruppe, Fregattenkapitän Sascha Siemer (46). Er war bereits zum 1. Juni ins Marinefliegerkommando berufen worden, um dort als Abteilungsleiter Logistik im Marinefliegerkommando den mittlerweile gestarteten "Atalanta"-Einsatz vorzubereiten. Sein Nachfolger, Fregattenkapitän Christian Husung (43), wurde noch im Ministerium gebraucht, sodass der Stellvertreter des Kommandeurs, Fregattenkapitän Christian Borchardt (39), vorübergehend die Amtsgeschäfte übernommen hat.

Derzeit in Dschibuti

Der scheidende Kommandeur, Fregattenkapitän Sascha Siemer, ist derzeit der Kontingentführer für das Deutsche Einsatzkontingent P-3C in Dschibuti und kann somit nicht selbst vor seiner Truppe stehen. Dennoch meldete er sich aus dem Einsatzland: "Dass ich nun als scheidender Kommandeur am eigenen Übergabezeremoniell der Technischen Gruppe nicht teilnehmen kann, zeigt, in welch dynamischen Zeiten wir leben." Er lobte "die hervorragende Arbeit der Angehörigen der Technischen Gruppe für die Vielzahl der fliegenden Waffensysteme der Marineflieger". Zu den Soldaten sagte er: "Die anstehenden Neubeschaffungen werden Ihnen in den kommenden Jahren viel abverlangen, jedoch zeichnet dies eine positive Perspektive für unseren Marinefliegerstützpunkt Nordholz ab."

Der Kommodore des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin", Kapitän zur See Oliver Ottmüller, betonte, dass der scheidende Kommandeur durch seinen Führungsstil einen wesentlichen Beitrag zur Einsatzbereitschaft geleistet habe. "Als Kommandeur ist es Fregattenkapitän Siemer ausgezeichnet gelungen, mit analytischem Weitblick und organisatorischem Planungsvermögen trotz abschmelzender Luftfahrzeugverfügbarkeit einen hohen Bereitstellungsgrad zu erzielen."

Kenner der Materie

Mit dem neuen Kommandeur, Fregattenkapitän Husung, übernehme ein Kenner der Materie den Posten. Husung, so Ottmüller, habe in seinem Referat die laufende Entwicklung zur Entscheidungsvorbereitung der Nachfolge P-3C ab 2025 mitbegleitet. "Er steckt also mitten in der Materie, ist ein anerkannter Experte im technischen Bereich der Flächenflugzeuge und darüber hinaus ein aufgeschlossener, empathischer und führungsstarker Offizier."

Auch im Marinefliegergeschwader 5 hat sich das Personalkarussell gedreht. Korvettenkapitän Alexander Heinrich (32) hatte vor knapp zwei Jahren die neu aufgestellte Technische Staffel NH90 übernommen und in dieser Zeit insbesondere die Übernahme und den Betrieb des neuen Marinehubschraubers "Sea Lion" vorbereitet. Nun hat er das Zepter an seinen Nachfolger, Kapitänleutnant Oliver Triebler (32), übergeben. Der Kommandeur der Technischen Gruppe im Marinefliegergeschwader 5, Fregattenkapitän Stefan Schmachtenberg (44), hob die besonderen Leistungen des scheidenden Staffelchefs hervor und betonte: "Quasi ohne ,Aufwärmtraining‘ haben Sie sich von Beginn an dem Aufbau der Staffel sowie der Vorbereitung zur Aufnahme des Flugbetriebes mit dem Sea Lion tatkräftig gewidmet." Der wesentliche Meilenstein sei zweifelsohne die Übergabe des "Sea Lion" an die Marine Ende Juni dieses Jahres.

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