Wendt: Cuxhavener OB-Kandidat ist "für die Bürger da"
CUXHAVEN. Der Altenbrucher Oberbürgermeisterkandidat Hans-Jürgen Wendt setzt sich für eine "Begegnung auf Augenhöhe" mit den Cuxhavenern ein.
Als "made in Cuxhaven" bezeichnet sich Handwerksunternehmer und Baugutachter Hans-Jürgen Wendt (54). Weil ihm die Stadt und seine Bürgerinnen und Bürger sehr am Herzen lägen, habe er sich für die Wahl zum Oberbürgermeister aufstellen lassen. "Mehr Nähe zum Bürger" sei sein Motto, so der Altenbrucher.
"Die kleinen Leute fühlen sich einfach nicht wahr- oder ernstgenommen", beklagt Wendt. Darum herrsche eine große Politikverdrossenheit vor. "Ich möchte dagegen angehen und etwas für die Cuxhavener tun", so Wendt.
Zu den Themenblöcken, die der Altenbrucher angehen möchte, zählen unter anderem die Sauberkeit und Infrastruktur in Cuxhaven. So fordert er die Einführung von "Müll-Sheriffs". "Auch der Zustand der Straßen ist teilweise einfach nicht mehr gut - ich fahre ja auch hin und wieder Motorrad, und da bekommt man es manchmal schon mit der Angst zu tun."
Weiterhin stehe für ihn eine Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität im Vordergrund. "Es ist unbedingt notwendig, dass die Lebenshaltungskosten in Cuxhaven für alle bezahlbar bleiben." Daher sei auch das Thema Entschuldung von höchster Priorität: "Da dürfen wir nicht locker lassen. Wir brauchen einfach neue Ideen beim Schuldenabbau - einfach nur die Steuern erhöhen ist keine Lösung", findet Wendt.
Insgesamt steht der Kandidat Wendt für mehr politische Transparenz und vor allem für aktive Bürgerbeteiligung. "Falls ich gewählt werde, gehört zu meinen ersten Amtshandlungen auch die Einführung einer Bürger- und Unternehmersprechstunde", so der 54-Jährige.
Vom Bürger, für Bürger
Wendt meint, dass politisch gesehen ein zu starker Fokus auf dem Tourismus liege. "Natürlich leben wir alle von den Touristen, aber das primäre Augenmerk sollte auf den Einheimischen liegen", meint Wendt. Die Politik sollte eben auch für die "kleinen Leute" da sein, so der Unternehmer. "Und weil ich selbst dazugehöre, und eben kein Politiker bin, halte ich mich da für den richtigen Kandidaten." Man müsse den Menschen auf Augenhöhe begegnen, und nicht einfach nur aus den "Amtsstuben und Parteibüros heraus" entscheiden. Derzeit werde zwar zuverlässig verwaltet, aber nicht gestaltet - "unter diese Politik, eine reine Verwaltung des Status Quo, müssen wir einen Schlussstrich setzen", so der Altenbrucher. Seine Aussichten schätzt Wendt positiv ein: "Natürlich haben die anderen beiden Kandidaten jahrelange politische Erfahrung - ich dagegen bin ja erst seit knapp zwölf Wochen dabei, das macht es mir natürlich schwerer." Dennoch habe er eine 25-jährige Unternehmerkarriere vorzuweisen, "und das sind ja auch wichtige Erfahrungswerte. Außerdem kann man mich noch formen, und das kann ja auch etwas Gutes sein." Nicht zuletzt unterscheide er sich auch insofern von den anderen Kandidaten, als dass bei ihm keine Wahlparty stattfinden werde. "Am Wahlabend sitze ich wahrscheinlich mit meiner Frau vor dem Fernseher", lacht Hans-Jürgen Wendt.
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