Elbfähre Cuxhaven-Brunsbüttel bleibt bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück
CUXHAVEN. Die Abläufe auf der Elbfähre Cuxhaven-Brunsbüttel laufen bislang reibungslos - trotzdem erfüllt die neue Fährverbindung die Erwartungen noch nicht.
Es ist nicht die Technik, das Wetter oder die starke Strömung, die den Fährleuten beim Start der neuen Fährverbindung zu schaffen macht, sondern vor allem die Gesamtlage der Wirtschaft infolge der Corona-Beschränkungen. Von einem normalen Geschäft könne im Moment keine Rede sein, heißt es.
Elbefähre erfüllt Erwartungen noch nicht
Ob es Warentransporte oder touristische Reisen sind - alles ist so stark eingeschränkt, dass die Transportleistung bei der Elbferry GmbH nach den ersten drei Wochen deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Hoffnungen setzen die Betreiber jetzt auf das lange Osterwochenende, nachdem nun klar ist, dass es keine "Osterruhe" geben wird und der Fährbetrieb normal weiterlaufen kann.
In der Linie steckt Potenzial
Geschäftsführer Heinrich Ahlers freut sich über diese Entscheidung. Er ist optimistisch, dass es mit der Fährverbindung weiter aufwärts geht, denn an einigen Tagen hätten die Zahlen bereits eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial in der Linie stecke. Vergangenen Freitag und Sonntag seien einige Abfahrten mit bis zu 100 Autos und 300 Passagieren sogar fast ausgebucht gewesen, bezogen auf das Limit, das der Gesetzgeber coronabedingt festgelegt hat.
Hoffnung auf Oster-Geschäft
So darf in der Gastronomie nur die Hälfte der Sitzplätze belegt werden, um die vorgeschriebenen Abstände einhalten zu können. Befeuert worden war die große Nachfrage am vergangenen Wochenende (von Freitag bis inklusive Montag) durch eine Werbeaktion im Zusammenhang mit der Vollsperrung der Hamburg-Autobahn. Alle Fahrten wurden zum halben Preis angeboten. Derzeit gibt es noch 15 Prozent Ermäßigung. Wie die Ostertage für die Fährbetreiber ausfallen werden, sei derzeit schwer zu kalkulieren. Das hänge ganz davon ab, ob die Menschen weiterhin zu Hause bleiben oder zu einer kleinen Osterreise oder auch nur einer Mini-Cruise (15 Euro hin und zurück) aufbrechen wollen.
Fähre bietet Abwechslung
Zunächst hatte Ahlers befürchtet, dass die Landkreise einen Lockdown auch für die Fähren verhängen. "Danach sieht es ja nach dem Zurückrudern der Regierung nicht aus", so Ahlers in einem Gespräch mit unserem Medienhaus. Wenn auch sonst im Bereich Tagestourismus nicht viel möglich sein wird über Ostern, könne die Fähre ein wenig Abwechslung bieten. So böte sich ein Abstecher nach Schleswig-Holstein an, um mit dem Rad oder Auto die Region zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Westküste zu erkunden.
Viele zufriedene Fahrgäste
Die Betriebsabläufe rund um die "Greenferry I" hätten sich eingespielt, berichtet Ahlers. Aus den Rückmeldungen wisse man, dass 90 Prozent der Fahrgäste mit dem Angebot zufrieden seien. Das betreffe vor allem die Pünktlichkeit. "Bisher haben wir alle Abfahrten eingehalten und sind immer pünktlich gestartet."
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