Zwischen Duhnen und Sahlenburg: Dünenbahn in Cuxhaven voll elektrisch
CUXHAVEN. Die Cuxliner GmbH geht mit einer vollelektrischen Wegebahn an den Start, die das 30 Jahre alte Diesel-Fahrzeug auf der Strecke zwischen Duhnen und Sahlenburg ersetzen soll.
Als einen Meilenstein für das Unternehmen bezeichneten die geschäftsführenden Gesellschafter Jan Osterndorff und Sven Hegner die Inbetriebnahme, die von einer illustren Schar geladener Gästen mit großem Interesse begleitet wurde. Darunter auch Staatssekretär Ferlemann, Landtagsabgeordneter Röhler und Oberbürgermeister Santjer.
Die neue Wegebahn sorgt auch überregional für Interesse, weil damit ein weithin sichtbarer Schritt in Richtung umweltfreundlichere Mobilität vollzogen wird. Weshalb Oberbürgermeister Uwe Santjer das Projekt auch als ein Aushängeschild für den Tourismusstandort Cuxhaven bezeichnete, bevor er und die anderen Ehrengäste Platz nahmen für eine kurze Probefahrt auf dem Firmengelände. Die Bahn mit drei Anhängern und einer Gesamtlänge von 19,50 Metern bietet Platz für maximal 84 Fahrgäste. Zur Verfügung stehen im Normalbetrieb 60 Sitz- und 24 Stehplätze. Mit maximal 25 Stundenkilometer geht die neue Dünenbahn demnächst auf die fünf Kilometer lange Strecke zwischen Duhnen und Sahlenburg, die zum Teil durch Nationalparkgebiet führt. Das ist auch der Grund, warum die Landesnahverkehrsgesellschaft großen Wert auf eine Umstellung auf Elektrobetrieb gelegt hat.
Gesamtleistung von 400 Volt
Mit einer Förderung hat die öffentliche Hand die Firma Cuxliner dennoch nicht unterstützt. Für umso bemerkenswerter hält es Santjer, dass die Unternehmer den Schritt dennoch gegangen sind, und das auch noch in einer Zeit, die durch die Coronaauswirkungen für Investitionen dieser Größenordnung nicht gerade leichter geworden sei. Zumindest die Stadt Cuxhaven habe mit einem Zuschuss von 20.000 Euro ein wenig helfen können, so Santjer. Gespeist wird der Elektromotor der Bahn von 126 Akkus mit einer Gesamtleistung von 400 Volt, der das tonnenschwere Gefährt voll beladen auch über die größten Steigungen von mehr als 25 Prozent ziehe, schwärmte Hegner, der die Wegebahn, bei einem Hersteller auf der Insel Rügen entdeckt und bestellt hat. Um auch das "Auftanken" der Akkus möglichst CO2-neutral zu gestalten, hat die Cuxliner GmbH auf dem Dach der Busgarage im Grodener Gewerbegebiet eine große Solaranlage installieren lassen, die in zehn von zwölf Monaten ausreichen soll, um die Akkus der Wegebahn in der Nacht wieder aufzuladen.
Cuxliner bald mit Wasserstoff?
Dabei blicken die Unternehmer noch weiter in die Zukunft und wollen auch ihre Busflotte auf erneuerbare Energie umstellen. Dazu gehört auch der Plan, den Doppeldecker für Stadtrundfahrten, den Cuxliner, künftig mit Wasserstoff zu betreiben. Das sei ein weiteres Ziel, an dem man arbeite, versicherte Hegner. Im Übrigen macht man sich in Politik und Verwaltung Gedanken darüber, wie die zweite Cuxhavener Strandbahn, die von der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH auf der Strecke zwischen Duhnen und der Alten Liebe betrieben wird, auf Elektrobetrieb umgestellt werden kann.
Eine weitere Option sei, wie am Rande zu hören war, ein Ringverkehr ab Sahlenburg über Holte Spangen durch die Altenwalder Küstenheide. Voraussetzung dafür sei, dass das Fahrzeug zwingend mit einem CO2-neutralen Antrieb ausgestattet wird.
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