20,5 Millionen Euro später: Cuxhaven weiht neue Cuxlandhalle offiziell ein
Ein Glasboden, modernste Technik und vielseitige Nutzungsmöglichkeiten: Mit der offiziellen Einweihung der Cuxlandhalle beginnt für den Sport im Landkreis Cuxhaven ein neues Kapitel. Der reguläre Betrieb startet nach den Sommerferien.
Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit ist es geschafft: Mit einer offiziellen Feierstunde wurde die neue Cuxlandhalle an der Beethovenallee eingeweiht. Rund 20,5 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Ein großer Schriftzug an der Fassade macht nun unmissverständlich deutlich, welchen Namen die modernste Sporthalle Norddeutschlands trägt.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Sport und Schulen waren zur Einweihung eingeladen und konnten sich einen Eindruck von den Möglichkeiten der neuen Halle verschaffen. Im Mittelpunkt stand dabei die große Dreifeldhalle mit ihrem außergewöhnlichen Glasboden. Dank integrierter LED-Technik lassen sich die Spielfeldmarkierungen individuell einblenden, sodass mehrere Sportarten wie Basketball, Volleyball oder Badminton gleichzeitig ausgetragen werden können. Die Tribünen bieten Platz für bis zu 1.200 Zuschauerinnen und Zuschauer.
Landrat Thorsten Krüger bezeichnete die Cuxlandhalle als einen Meilenstein für den Landkreis. Zwar habe es während der Bauphase Verzögerungen gegeben, unter anderem durch den Winter und weitere Herausforderungen auf der Baustelle, doch das Ergebnis könne sich sehen lassen: "Wir haben die Cuxlandhalle auf die sportlichen Bedürfnisse der Region abgestimmt." Doch nicht nur das. Der Glasboden könne im Ernstfall auch mit Straßenschuhen betreten werden und eröffne damit zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten. "Highlights sind neben dem Glasboden die Barrierefreiheit und die Möglichkeit, die Halle im Katastrophenschutz einzusetzen", sagte Krüger.

Auch Oberbürgermeister Uwe Santjer zeigte sich beeindruckt vom Neubau. "Das Gebäude und die Arbeit dahinter sind ein Kunstwerk. Heute ist ein historischer Tag, denn wir werden nicht alle zehn Jahre eine neue Sporthalle bauen", betonte er. Mit der Cuxlandhalle seien nun optimale Voraussetzungen geschaffen worden, um den Sport in der Region weiterzuentwickeln. Das innovative Konzept stoße bereits weit über die Kreisgrenzen hinaus auf großes Interesse.
Diese Einschätzung teilt auch Rüdiger Sauer, Vorsitzender des Kreissportbundes Cuxhaven. Bereits jetzt hätten sich Vertreter anderer Sportbünde angekündigt, um sich insbesondere den neuartigen Glasboden anzusehen. Die Halle gilt mit ihrer modernen Technik als Vorreitermodell und setzt neue Maßstäbe im Hallensport.
Neben der Dreifeldhalle verfügt der Komplex über einen separaten vierten Hallenteil, moderne Kabinen, einen Mehrzweckraum sowie umfangreiche Technik. Insgesamt wurden beim Bau rund 64 Kilometer Kabel und 15 Kilometer Rohrleitungen verlegt. Nach Angaben des Landkreises soll der Glasboden trotz höherer Anschaffungskosten langfristig wirtschaftlicher sein, da sowohl die Reinigung als auch die Instandhaltung günstiger ausfallen als bei herkömmlichen Sportböden.

Im Alltag wird die Halle in erster Linie von Schulen genutzt. Nachmittags und abends steht sie den Vereinen zur Verfügung. Auch die großen Veranstaltungen wie die Sportgala oder der Masters-Cup sowie die Heimspiele der Cuxhaven BasCats sollen hier stattfinden. Doch gerade in diesem Zusammenhang sind die Planungen noch nicht vollständig abgeschlossen. So wird derzeit noch über Möglichkeiten beraten, Werbebanner bei Veranstaltungen anzubringen. Ebenso laufen Gespräche über Ausnahmeregelungen beim Alkoholausschank. Zwar gilt für Sporthallen grundsätzlich ein Alkoholverbot, bei besonderen Veranstaltungen waren entsprechende Genehmigungen jedoch bereits in der Vergangenheit möglich. Der Landkreis arbeitet derzeit an einer praktikablen Lösung.
Die Cuxlandhalle wird ihren regulären Betrieb nach den Sommerferien aufnehmen. Dann zieht zunächst der Schulsport ein, ehe anschließend auch die Vereine ihre Trainingseinheiten und Wettkämpfe in der neuen Heimstätte austragen können.
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