Die Atmosphäre in der Lamstedter Halle bei Spielen des SV Armstorf ist außergewöhnlich. Am Sonnabend hofft das Team aus der Börde erneut auf eine volle Halle, wenn der Deutsche Rekordmeister TSV Pfungstadt mit dem wohl besten Angreifer der Welt zu Gast ist. Foto: Unruh
Die Atmosphäre in der Lamstedter Halle bei Spielen des SV Armstorf ist außergewöhnlich. Am Sonnabend hofft das Team aus der Börde erneut auf eine volle Halle, wenn der Deutsche Rekordmeister TSV Pfungstadt mit dem wohl besten Angreifer der Welt zu Gast ist. Foto: Unruh
Faustball

Armstorf trifft auf Rekordmeister: Spannung vor Viertelfinale steigt

von Jan Unruh | 27.01.2026

Der SV Armstorf schafft Historisches und steht im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft. Dort wartet mit dem TSV Pfungstadt die größte Herausforderung, die das Faustballteam je erlebt hat. Die Spannung steigt.

Dem SV Armstorf gehen langsam die Superlative aus. Das kleine Faustball-Team aus der Börde erreicht schon wieder etwas Historisches und steht erstmals in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Dort wartet nun das wohl beste Faustball-Team der Welt. "Das ist etwas ganz Besonderes, kein normales Spiel", sagt Tobias Buck, Kapitän des SV Armstorf. Er und seine Mitspieler haben seit vergangenem Wochenende Gewissheit: Sie gehören zu den acht besten Faustball-Mannschaften Deutschlands. Trotz einer knappen 4:5-Niederlage im letzten Hauptrundenspiel in Hannover verteidigten die Armstorfer den so wichtigen vierten Tabellenplatz. "Die Niederlage haben wir ganz schnell abgehakt", sagte Buck. Den Armstorfern war klar, dass sie sich eine knappe Niederlage in Hannover leisten konnten. Als sie den so wichtigen dritten Gewinnsatz in der Tasche hatten, fiel die Spannung spürbar ab. "Das Spiel war damit quasi vorbei", sagte Buck. Auch wenn die Armstorfer die Begegnung in Hannover gerne gewonnen hätten. Hannover zog durch den Sieg zwar punktemäßig mit Armstorf gleich, doch die hatten das bessere Satzverhältnis. Schützenhilfe bekamen die Börde-Jungs dann auch noch vom Leichlinger TV, der den anderen Konkurrenten um Platz vier, den SV Moslesfehn, mit 5:1 bezwang. Als sie die freudige Nachricht des Leichlinger Sieges erreichte, saßen die Armstorfer bereits beim Griechen und stärkten sich nach dem kräftezehrenden Spiel in Hannover. "Wir haben es bei Bier und Ouzo erfahren", sagte Buck. Dementsprechend schön war die Rücktour in die Börde. Die Armstorfer durften feiern. Dazu hatten sie allen Grund.

Patrick Thomas gehört zu den besten Faustballspielern der Welt. Er wird am Sonnabend mit dem Rekordmeister TSV Pfungstadt in Lamstedt aufschlagen. Foto: Petra Den Dulk/dpa

Es ist ein historischer Erfolg, der mit einem ganz besonderen Viertelfinalgegner versüßt wird. In der Runde der letzten acht Teams wartet die größte Vereinsmannschaft im Faustballsport auf den SV Armstorf. "Das ist wirklich das Nonplusultra", sagt Buck. Armstorf misst sich in Hin- und Rückspiel mit dem TSV Pfungstadt, dem Rekordmeister der Faustball-Bundesliga. Insgesamt 37 Titel heimste der Verein in den vergangenen Jahren ein und hat mit Patrick Thomas den wohl besten Faustballer der Welt in seinen Reihen. Tobias Buck schwärmt von den Pfungstädtern. Auch für ihn ist es eine ganz besondere Ehre, dieser Mannschaft gegenüberzustehen. Schon im vergangenen Winter war der TV Käfertal aus Mannheim in der Börde zu Gast, ebenfalls ein Faustball-Schwergewicht. Doch die Duelle gegen den TSV Pfungstadt toppen das noch einmal. "Mehr geht nicht", sagt Buck.

Die Pfungstädter werden bereits am Freitag anreisen. Das Hinspiel in Lamstedt steigt am Sonnabend, 31. Januar, um 15 Uhr in der Kreissporthalle. "Das ist eine Attraktion für die ganze Region und wird hoffentlich viele Zuschauer locken", sagt Tobias Buck. Bei ihm und seinen Mitspielern steigt die Anspannung schon jetzt. Vor der Saison haben die Armstorfer aus Altersgründen bereits mit dem Rückzug aus der Bundesliga geliebäugelt, jetzt erleben sie vermutlich einen der größten Momente ihrer Faustballkarriere. "Es wird ein bisschen mehr kribbeln vor dem Spiel", prophezeit Buck. Sportlich gesehen sind sie absoluter Außenseiter. Das waren sie gegen Käfertal vergangenes Jahr aber auch. Damals verloren sie nur ganz knapp mit 4:5, hatten den Favoriten am Rande einer Niederlage. Die Halle bebte damals. Knapp 400 Zuschauer sorgten für eine einmalige Stimmung. Das soll auch am kommenden Sonnabend so sein. Die Kulisse in der Börde ist einmalig. Bei kaum einem Bundesligisten wird so zahlreich mitgefiebert und angefeuert. Diese spezielle Atmosphäre soll auch der international renommierte TSV Pfungstadt am Sonnabend erleben. "Allein ein Satzgewinn wäre schon eine richtig geile Sache", sagt Tobias Buck. 

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Jan Unruh

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