"Richtig stolz auf die Mannschaft": Wie die Cuxhaven BasCats den Widrigkeiten trotzen
Diesmal war es nicht die Rundturnhalle: Trotz Personalsorgen und ungewohnter Halle triumphierten die Cuxhaven BasCats über Fortuna Logabirum. Die Mannschaft zeigte beeindruckende Moral und Geschlossenheit. (mit Video)
Trotz Personalnot und ungewohnter Umgebung triumphierten die Cuxhaven BasCats in einem mitreißenden Spiel gegen Fortuna Logabirum in der Franzenburger Halle und zeigten beeindruckende Moral und vor allem Geschlossenheit.
Cuxhaven BasCats - Fortuna Logabirum 94:75 (18:15, 22:15, 21:24, 33:21): Es war für viele der nur rund 150 Zuschauer am Sonnabend (24. Januar 2026) ein ungewohntes Gefühl, als sie in die Franzenburger Halle kamen. Erstmals in der Vereinsgeschichte trugen die Cuxhaven BasCats ein Heimspiel dort aus. In mühsamer Fleißarbeit haben die BasCats-Verantwortlichen die Halle herausgeputzt und nach ihren Wünschen umgestaltet - so gut es eben ging. Die BasCats haben die Franzenburger Halle kurzerhand zu "ihrer" Halle gemacht.
Das sollte sich auszahlen - trotz weiterer Sorgen. Neben der neuen Umgebung war auch die personelle Situation nicht optimal. BasCats-Topscorer Kyron Kelly fiel aufgrund einer Gehirnerschütterung, die er sich in der Vorwoche zugezogen hatte, aus. Trainer Dennis Tiedemann hatte nur acht Spieler zur Verfügung im so wichtigen Spiel gegen Fortuna Logabirum.
Der Rumpfkader der BasCats bewies aber unglaubliche Moral. Denn von Beginn an waren die Cuxhavener hellwach und sichtlich motiviert, gingen früh in Führung und gaben diese danach nicht mehr ab. Ein Erfolgsrezept war auch die Manndeckung gegen den Topscorer der Gäste, Ben Post. Franck Kone stand ihm quasi das gesamte Spiel auf den Füßen. In der gesamten ersten Halbzeit erzielte Post nur drei magere Pünktchen. In der zweiten Hälfte netzte er dann aber doch noch ordentlich ein und kam am Ende auf 21 Punkte - auch weil er viele Fouls zugesprochen bekam und von der Freiwurflinie traf. "Ganz stoppen kann man ihn nicht", sagte Tiedemann. Er war nach dem Spiel voll des Lobes für den jungen Franck Kone. "Franck hat einen unglaublichen Job gemacht", sagte der BasCats-Coach. Nicht nur in der Verteidigung, denn Kone war auch offensiv treffsicher und kam am Ende auf 16 Punkte. Es war schwer an diesem Tag, einen ganz bestimmten BasCats-Spieler herauszuheben. Alle acht hatten ihren Anteil an diesem Erfolg. "Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft", sagte Dennis Tiedemann.

Spielmacher Deon McDuffie war es vorbehalten, die ersten BasCats-Punkte in Franzenburg zu erzielen. Zusammen mit seinem Bruder Darron McDuffie bestimmte er die Offensive in den ersten Minuten. Mit einem knappen 18:15-Vorsprung endete das erste Viertel. In den zweiten zehn Minuten bauten die BasCats die Führung aus. Einzig Logabirums amerikanischer Center Ronald Washington hielt seine Mannschaft im Spiel, sodass es zur Pause 40:30 für Cuxhaven stand. Washington erzielte genau die Hälfte aller Punkte seines Teams. Die BasCats stemmten sich mit mannschaftlicher Geschlossenheit dagegen.
Auch wenn Logabirum im dritten Viertel den Rückstand immer mal wieder verkürzte, hatten die BasCats die richtige Antwort parat. Im Schlussabschnitt drehten Deon McDuffie und vor allem Lukas Dawidowski unter dem Korb auf. Die Gegenwehr der Gäste war Mitte des vierten Viertels gebrochen, als Janes Griemsmann und Darron McDuffie mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen auf 78:62 stellten. Als die Schlusssirene ertönte, stand es sogar 94:75 für die Cuxhaven BasCats. Ein Sieg, der immens wichtig war für die Cuxhavener im Meisterschaftsrennen. "Wir haben das Beste daraus gemacht heute", sagte Dennis Tiedemann auch in Bezug auf den kurzfristigen Umzug nach Franzenburg. "Ich bin wirklich dankbar, dass es mit dem TSV Altenwalde und den ganzen Verlegungen geklappt hat. Das ist nicht selbstverständlich", so der BasCats-Coach.
Cuxhaven BasCats: Deon McDuffie (23 Punkte), Lukas Dawidowski (21), Darron McDuffie (20), Franck Kone (16), Janes Griemsmann (7), Elias Tiedemann (3), Andreas Hasenkamm (2), Oliver Lüders (2).