Fünf Gegentore und etwas Spielpech: So lief der Landesliga-Start für den FC Cuxhaven
Der FC Cuxhaven beweist Mut und Kampfgeist gegen den Vizemeister SV Blau-Weiß Bornreihe. Trotz einer klaren 1:5-Niederlage schöpft der Aufsteiger eine große Menge an Hoffnung und blickt optimistisch auf die nächsten Aufgaben in der Landesliga.
Fünf Mal erklang der Torsong des SV Blau-Weiß Bornreihe am Freitagabend. Fünfmal standen die Spieler des FC Cuxhaven auf dem Rasen und haderten mit den eigenen Fehlern. Dennoch waren sie am Ende nicht unzufrieden mit dem Auftritt bei einem der großen Titelfavoriten in der Fußball-Landesliga.

Die Aufsteiger aus Cuxhaven wussten, dass es eine Mammutaufgabe werden würde. Erster Spieltag, auswärts beim Vorjahres-Vizemeister und selbst ernannten Aufstiegsaspiranten. Die Voraussetzungen hätten unterschiedlicher kaum sein können. Die eine Mannschaft strebt den Sprung in die Oberliga an, die andere ist gekommen, um zu bleiben. Diese Vorzeichen waren von Beginn an am Freitagabend sichtbar auf dem Spielfeld. Bornreihe hatte viel Ballbesitz, Cuxhaven stand tief, wartete auf Fehler und hoffte auf Umschaltmomente. Ziel der Cuxhavener war es, so lange wie möglich die Null zu halten. Der Plan ging nicht auf. Schon nach neun Minuten zog der pfeilschnelle David Dere auf Cuxhavens linker Abwehrseite auf und davon, passte in die Mitte und der ehemalige Spieler des FC Eintracht Cuxhaven, Loris Menger, traf zum frühen 1:0. Genau das sollte nicht passieren. Doch die Antwort folgte prompt. Fast im direkten Gegenzug bekam der FC nach einem Foul an Marvin Pannhorst einen Elfmeter zugeprochen. Neuzugang Tim Klowat schnappte sich den Ball und traf zum schnellen Ausgleich. Es sollte Schlag auf Schlag weitergehen.

Wiederum nur drei Minuten später sah erneut die linke Cuxhavener Abwehrseite nicht gut aus. Dere war wieder nicht zu halten und Justin Dähnenkamp schob zum 2:1 ein. FC-Trainer Timo Szybora reagierte, wechselte Linksverteidiger Kevin Kreth früh aus und brachte Alessandro Fitter. Marvin Pannhorst rückte auf die linke Verteidigerposition und im Anschluss standen die Gäste deutlich stabiler. Bornreihe blieb zwar tonangebend, doch Cuxhaven war nun griffiger. Bis sie sich leichtfertig selbst schwächten. Ferris Emmeluth spielte einen kapitalen Fehlpass. Torjäger Menger stand plötzlich allein vor Tjark Mertha und schob zum 3:1 ein. Dann folgte aber die beste Phase der Cuxhavener, die mutiger wurden - und ein wenig Spielpech hatten. Nach Freistoß traf Klowat per Kopf zum vermeintlichen 3:2, doch der Schiedsrichterassistent hob die Fahne. Abseits. Eine strittige Entscheidung.

Kurz vor der Halbzeit der nächste Aufreger. Diesmal wurde Stefan Cordts mit einem Steckpass bedient, lief allein in den Sechzehner rein und wurde klar gefoult. Doch statt Elfmeter und einer möglichen Roten Karte für Bornreihes Abwehrchef Justin Sauermilch, wurde wieder auf Abseits entschieden. Es waren zwei Momente, die die Cuxhavener ins Spiel hätten zurückholen können, doch so blieb es beim 1:3-Rückstand aus FC-Sicht. "Da hatten wir etwas Spielpech. Wir waren dran", sagt Timo Szybora. Der Cuxhavener Trainer war nicht unzufrieden mit dem Auftritt seines Teams. "Wir waren da, waren aggressiv, haben gut dagegengehalten." Das war auch in Durchgang zwei noch so, doch die spielerische Überlegenheit der Gastgeber wurde immer deutlicher. Durch Tore von Jan-Fabian Buchcik und Justin Dähnenkamp erhöhten sie auf 5:1, ließen noch weitere gute Gelegenheiten aus. Die FC-Spieler wehrten sich, hatten aber offensiv keine Aktionen mehr. "Wir wussten, dass es schwer wird. Daher fahren wir auch nicht mit hängenden Köpfen nach Hause. Wir bleiben positiv", sagt Szybora.

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