Historischer Erfolg: Duhner SC gewinnt allererstes Bezirksligaspiel
Der Duhner SC ist in der Bezirksliga angekommen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte spielt der Kurteil-Klub in dieser Klasse - und hatte allen Grund zur Freude nach dem emotionalen und umkämpften Auftakt gegen Mitaufsteiger TuSV Bützfleth.
Erst wenige Minuten zuvor wurde Marc Torres eingewechselt. In der vierten Minute der Nachspielzeit steht er goldrichtig. Nach einem abgewehrten Schuss von Damian Curras-Fonseca knallt er den Ball aus fünf Metern ins Tor - 3:2 für den Duhner SC. Mannschaft und Zuschauer sind völlig außer sich. Torres lässt sich feiern. Im ersten Bezirksligaspiel überhaupt feiern die Duhner ihren ersten Sieg. Verdient. Vor allem dank einer Leistungssteigerung in Durchgang zwei. In der ersten Hälfte ging Duhnen zwar auch früh in Führung durch eine Kopfballbogenlampe von Denes Brüning, doch fast im Gegenzug glich Mitaufsteiger Bützfleth durch Claas Berliner - ebenfalls per Kopf - aus. Danach waren die Gäste sogar etwas zielstrebiger, es blieb aber beim leistungsgerechten Unentschieden zur Pause. Die nutzten die Gastgeber um Bruno da Silva Oliveira. Immer wieder schafften sie es, in den Rücken der Bützflether Abwehr zu kommen. Es fehlte die Konsequenz im Abschluss. Drei ganz klare Torchancen wurden binnen weniger Minuten teilweise kläglich vergeben. Als Bützfleth dann durch einen satten Schuss aus 16 Metern durch Burak-Can Cakar in Führung ging (79.), stand Duhnen plötzlich mit leeren Händen da. Doch die Moral stimmte. Zwei Minuten vor dem Ende glich da Silva Oliveira zum 2:2 aus, in der Nachspielzeit kam der Auftritt von Marc Torres. Vereinsvorsitzender Rüdiger Mrasek strahlte nach dem Schlusspfiff über das ganze Gesicht.

Für den Duhner SC war schon der Aufstieg etwas ganz Besonderes und auch Historisches. Noch nie hat eine Duhner Mannschaft so hoch gespielt. Vor Jahren reichte es mal für die Bezirksklasse. "Wir haben großen Respekt, freuen uns aber sehr", sagt Duhnens Vereinsvorsitzender Rüdiger Mrasek vor dem Spiel. Er und viele weitere Mitglieder haben in den vergangenen Wochen für Bezirksligawürdige Verhältnisse im Verein gesorgt - vom Umbau der Schiedsrichterkabine bis hin zur Akquise neuer Sponsoren. "Der gesamte Verein ist unheimlich am Arbeiten", sagt Mrasek. Schon vor dem Auftaktspiel gegen Bützfleth gab es viele Dinge, die organisiert werden mussten. Wie läuft der Ticketverkauf? Wo steht ein möglicher Reisebus der Gästemannschaft? Wie wird das Ganze finanziert? Gerade das Geld ist für den Verein ein großes Thema. Der Spielbetrieb in der Bezirksliga ist deutlich teurer als noch in der Kreisliga. Teurere Auswärtsfahrten, höhere Schiedsrichterkosten und vieles mehr. "Die Spieler bekommen bei uns kein Geld", unterstreicht er dabei. Er möchte das Betreten des Neulandes für seinen Verein in den nächsten Wochen und Monaten genießen - egal, was am Ende sportlich dabei herauskommt. "Wir sind in Duhnen komplett entspannt", sagt er. Sollte es mit dem angepeilten Klassenerhalt nicht klappen, wäre es "auch kein Beinbruch". Mrasek ist aber zuversichtlich, dass die Duhner auch in der höheren Liga mitspielen können. Das liegt aber nicht in seinen Händen. Er kümmert sich mit seinem Vorstandsteam um das ganze Drumherum. Insgesamt hat der Verein rund 250 Mitglieder. Die meisten gehören der Fußballsparte an. Seit kurzer Zeit wurde auch der Kinderfußball wiederbelebt. "Hier bewegt sich richtig was", sagt er. Auch am Sonntagnachmittag. Die ersten drei Punkte stehen auf der Habenseite, rund 100 Zuschauer sahen bei strahlendem Sonnenschein einen aufopferungsvollen Kampf ihrer Mannschaft, der am Ende belohnt wurde. "So kann es gerne weitergehen", so Mrasek.

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