Landesliga-Traum des TSV Altenwalde ist schnell wieder geplatzt
Was für ein bitteres Saisonende: Der TSV Altenwalde wurde Regionsliga-Meister, durfte aber nicht in die Landesliga aufsteigen. Eine umstrittene Quotientenregel kostete das Team den Aufstieg. Jetzt soll es im zweiten Anlauf klappen.
Der Jubel war groß in der Franzenburger Halle nach dem letzten Saisonspiel im April. Eindrucksvoll fertigte die Basketballmannschaft des TSV Altenwalde erst Schlusslicht Bremerhaven United II ab, um anschließend ausgiebig die Meisterschaft in der Regionsliga zu feiern. In dem Moment gingen die Verantwortlichen des TSV davon aus, dass der Titel auch gleichzeitig den Landesliga-Aufstieg bedeuten würde. Ein paar Wochen später dann die Ernüchterung: Die Altenwalder dürfen gar nicht aufsteigen. Das hat damit zu tun, dass es nur einen freien Landesliga-Platz gab, aber zwei Regionsligen. In der Vergangenheit spielten die beiden Meister in einer Relegation den Aufstieg aus. In diesem Jahr war es anders. Die Mannschaft mit dem besten Siegkoeffizienten bekam den Vorzug. Und das war in diesem Fall die Mannschaft des TV Falkenberg aus der Südstaffel, die mit nur zwei Niederlagen aus zwölf Spielen Meister wurde. Das ergibt eine Siegquote von rund 83 Prozent. Der TSV Altenwalde kassierte drei Niederlagen in 14 Partien, was eine Siegquote von rund 78,5 Prozent ergibt. Damit bekam Falkenberg das Aufstiegsrecht - und nahm es schließlich auch wahr. "Natürlich ist das auch unser Verschulden. Wir es vor der Saison richtig lesen sollen", sagt Trainer Lars Duderstadt. Dennoch ärgert er sich. "In der letzten Saison ist Beverstedt als Dritter aufgestiegen. Und wir dürfen jetzt nicht", sagt er. Auch die Regelung mit dem Koeffizienten sorgt bei ihm für Unverständnis. Es war das erste Mal, dass diese Art des Aufstiegsrechts in der Spielordnung so angegeben wurde - und vorerst auch das letzte Mal. "Die Regelung wurde wieder geändert", sagt Duderstadt. Das bestätigte auch die Sportwartin der Region Lüneburg, Birgit Arendt, auf Nachfrage. "Wir haben uns dazu entschlossen, im nächsten Jahr ein Aufstiegsspiel zu machen", sagt sie. Sie räumte auch ein, dass die Kommunikation vonseiten des Verbandes nicht ideal war. "Es tut mir auch leid", sagt sie. Doch zu ändern, ist es nicht mehr. "Unser Leben hängt nicht von der Landesliga ab, aber es wäre schön gewesen", sagt Duderstadt.
Altenwalde geht nun in der am Wochenende beginnenden Saison wieder in der Regionsliga an den Start. Zum Auftakt müssen sie am Sonnabend, 12. September, ab 21 Uhr beim TV Delmenhorst II antreten. Ob die TSVer erneut ganz vorn landen können, bleibt abzuwarten, denn auch durch den verpassten Aufstieg haben sie einige Abgänge zu verzeichnen. Mit Christian Schneider, und Jason Frost (beide Karriereende) sowie Tim Krug (TSV Lamstedt) haben drei erfahrene Akteure den Verein verlassen. "Sie werden uns alle fehlen", sagt Duderstadt. Ihre Lücke sollen vier junge Spieler von Rot-Weiss Cuxhaven schließen. Tim Sander, Lukas Schröder, Bennet da Silva Formigo und Philipp Götsche tragen in dieser Saison das Altenwalder Trikot. Außerdem ist Hannes Ebs nach seiner langen Verletzungspause wieder fit. "Wir wollen versuchen, oben mitzuspielen. Die Meisterschaft wird aber schwer", so die Einschätzung des TSV-Trainers, dem nach eigenen Aussagen der größte Kader seit vielen Jahren zur Verfügung steht. "Wir gehen unseren Altenwalder Weg einfach weiter - egal, was links und rechts von uns passiert", sagt Duderstadt.
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